Die sechste Säule des Glücks: Selbstvertrauen

December 3, 2021

von:

Linda

Glaube an dich Selbst! Das ist zwar einfacher gesagt als getan, aber stellen wir uns doch einmal die Frage wie Selbstvertrauen uns überhaupt glücklich macht, und wie wir mehr davon bekommen können? Lies weiter um mehr darüber zu erfahren…

Selbstvertrauen ist mächtig

Das Vertrauen und der Glaube an dich selbst ist eine sehr mächtige Fähigkeit. Sich immer wieder aufs Neue in herausfordernde Situationen zu stürzen ohne an sich selbst zu zweifeln oder sich durch limitierende Glaubenssätze zurückhalten zu lassen, wird dir auf lange Sicht gesehen mehr Erfolg bescheren. Dies zeigt sich auch mathematisch betrachtet: Je mehr Möglichkeiten/Gelegenheiten du wahrnimmst, umso mehr Erfolg wirst du am Ende auch haben. Dahinter steckt jedoch noch mehr: Dein Glaube an dich selbst ist mit allen möglichen wichtigen Fähigkeiten und Eigenschaften verbunden: Dazu gehören wie bereits erwähnt, Selbstvertrauen sowie unter anderem auch dein Selbstwertgefühl und dein Selbstmitgefühl. Wenn du es schaffst in den Spiegel zu schauen und dich als wertvoll anzusehen, bringst du dich nicht nur selbst ins Rennen, sondern verschaffst dir automatisch auch einen Vorteil, den anderen Leute auch in dir sehen werden.

Zuversichtlichkeit/Vertrauen in Dich ist eine sehr attraktive Qualität die du besitzen kannst. Hast du Vertrauen in dich selbst dann äußert sich dies ebenfalls positiv in deinem Verhalten, in deinem Umgang mit dir selbst, aber auch wie du mit anderen Menschen interagierst. Sie werden dir dadurch auch eher vertrauen.

In einer Vielzahl von Studien wurde ein hohes Selbstwertgefühl positiv mit Glück in Verbindung gebracht. Dass dies nachgewiesenermaßen tatsächlich auch zu Glück führt muss jedoch noch bewiesen werden, Wissenschaftler gehen jedoch stark davon aus. In einer sehr weitreichenden Studie mit 31.000 Studenten aus 31 Ländern und 5 verschiedenen Kontinenten war das Selbstwertgefühl die wichtigste Komponente um die allgemeine Lebenszufriedenheit vorherzusagen.

 

Ein Mangel an Selbstvertrauen hält dich zurück

Der vielleicht einfachste Weg, um zu verstehen, wie wichtig es ist an sich selbst zu glauben, ist es sich ein Leben ohne Selbstvertrauen vorzustellen. Menschen mit geringem Selbstvertrauen sowie geringem Selbstwertgefühl könnte es an Vertrauen zu sich fehlen. Sie vergleichen sich ungünstiger Weise ständig mit Anderen und beurteilen sich dabei selbst zu hart. Die Folgen sind negative Gedanken und ein hohes Maß an Sorgen und Selbstzweifel. Letztendlich kann dich ein Mangel an Selbstvertrauen soweit niederschlagen, sodass du Schwierigkeiten haben kannst jegliches positive Feedback zu akzeptieren. Du wirst kannst deinen Bedürfnissen kaum nachgehen und auch nicht danach fragen was du wirklich brauchst. Dies kann außerdem mit einer Reihe von negativen gesundheitlichen Folgen in Verbindung gebracht werden. Darunter gehören vor Allem Angstzustände und Depressionen. Diese Thematik ist wissenschaftlich ziemlich gut untersucht und postuliert folgendes: Wollen wir eine bessere Chance auf ein glücklicheres Leben, müssen wir uns zuerst darum kümmern wie wir zu uns selbst stehen.

 

Selbstvertrauen heißt NICHT einfach zu denken du bist der Größte

Es gibt einen Unterschied zwischen einem gesunden Maß an Selbstvertrauen und einfach blind zu behaupten man sei fehlerfrei und ein Meister in allem und jeden. Diese Art von selbstverherrlichendem Denken scheint wohl für den ein oder anderen Rapper oder Politiker zu funktionieren, nicht aber wenn es darum geht glücklicher zu werden. 

 In Sachen Selbstvertrauen geht es also nicht darum zu glauben, man sei der beste überhaupt. Um dir selbst zu vertrauen musst du nicht zwingend auf dein Leben schauen und das Gefühl haben jeden Aspekt davon komplett zu meistern. Tatsächlich basiert Selbstvertrauen nicht auf Leistung oder Erfolg und erst recht nicht im Vergleich zu anderen, sondern im Kern geht es um die Akzeptanz deiner Selbst. Es geht darum sich selbst als wertvoll zu sehen, unabhängig davon ob du gewinnst oder verlierst. Eine gesundes Maß an Selbstvertrauen ist somit nicht an Erfolg oder Misserfolg gebunden. Wäre dem so wären wir ja kaum dazu in der Lage aus unseren Fehlern zu lernen und es weiter zu versuchen. In Sachen Selbstvertrauen geht es also um die Beziehung zu uns Selbst. Es geht darum Teil seines eigenen Teams zu sein und sich auf eine gesunde Weise selbst zu mögen, um sich auch mal eine Pause zu gönnen.

 

Selbstvertrauen bedeutet sich selbst kennen zu lernen

Wie schaffen wir es nun unsere Beziehung zu uns selbst zu verbessern?

Wenn du eine gute Beziehung zu dir selbst haben möchtest wäre es für den Anfang gut zu wissen wer du überhaupt bist, was du magst und als wertvoll empfindest. Um an etwas zu glauben zu können musst du natürlich erst einmal wissen woran du überhaupt glaubst, richtig? Wer oder was ist eigentlich dieses Selbst an das du glauben sollst? Um dies zu beantworten kommen wir zurück zu unserer #1 Säule des Glücks - es geht um Selbsterkenntnis. Wer bist du wirklich? Was sind deine wichtigsten Werte? Mithilfe von Selbstreflexion oder indem du deine Gedanken in Tagebüchern nieder schreibst, kannst du diese Fragen beantworten. Sobald du nun herausgefunden hast, was dir im Leben wirklich wichtig ist, also das was dich als Person im Kern ausmacht, wirst du damit beginnen dir das Bild von der Person an die du glauben willst auszumalen. Nun hast du auch einen guten Maßstab, um deine Bemühungen zu bewerten. Sind die Dinge die du tust in Einklang mit deinen Grundüberzeugungen und Werten? Weißt du nun wirklich woran du glaubst und versuchst auch genau diese Person zu sein, dann wird es unendlich leichter an DICH zu glauben.

 

Dein innerer Kritiker ist nicht dein Freund

Es ist unglaublich schwer an sich selbst zu glauben, wenn ein Teil von dir ständig versucht den Prozess zu sabotieren. Wir sollten uns also stets bewusst sein über diesen inneren Kritiker. Die Stimme in unserem Kopf, die uns ständig sagt wir sind nicht gut genug, schlau genug, sexy genug oder cool genug. Die Stimme die uns sagt: "Nein, das ist nichts für mich" oder "Ich bin unglaublich schlecht öffentlich zu reden, warum muss ich eine Präsentation halten?" oder so etwas wie "Ich lasse sie einfach in Ruhe, sie wollen bestimmt nicht mit mir reden". Wir ALLE haben diese innere Stimme und wir müssen lernen sie zu erkennen, um ihren Einfluss darauf zu verringern, wie wir uns fühlen und bewerten. Eine gute Möglichkeit ist es, darauf zu achten, also achtsam sein wie du mit dir selbst redest. Denk einmal an eine Zeit wo etwas einmal nicht ganz so glatt gelaufen ist. Wie hast du dabei mit dir selbst geredet bzw. dich bewertet. Jetzt stell dir einmal vor ein guter Freund oder eine gute Freundin wäre in derselben Situation, was würdest du zu ihm sagen? Wie würdest du mit ihm sprechen? Würdest du ihm genau das Gleiche und auf genau derselben Art und Weise sagen wie du es bei dir getan hast? Wenn nicht, und ich wette du wärst um einiges netter und sanfter zu deinem Freund, dann kannst du nun daraus lernen. Du solltest mit dir selbst reden, wie du es mit einem guten Freund tun würdest, wie mit einem Verbündeten. Denk immer daran, du bist Teil deines eigenen Teams. Du bist dein eigener Trainer und Cheerleader. Du bist der Einzige im Inneren der mit sich selbst spricht. Unterstütze also dein Team!

 

 

Stärke dein Selbstvertrauen, indem du mehr von den Dingen tust in denen du gut bist

Ein weiterer Weg, um mehr Selbstvertrauen zu generieren aber auch grundsätzlich mehr Freude und Spaß im Leben zu haben, ist es diejenigen Bereiche finden in denen du innerlich auf gehst und dann einfach mehr davon tun. Denke an die Dinge die du in der Arbeit gut kannst und bringe deinen Chef dazu dir mehr von Aufgaben dieser Art zu geben. Das ist eine Win-Win-Situation für alle. Bist du beispielsweise ein Aquarell-Talent? Dann trete doch einen Kunstverein bei, stelle deine Kunst online oder gib sie weiter. Oder bist du vielleicht gut darin Kuchen zu backen? Dann backe mehr Kuchen, gib sie zu einem Kuchenverkauf oder vielleicht deinem Nachbarn. Bist du ein großartiger Klarinettenspieler? Dann trete doch einer Musikgruppe in deiner Nähe bei und sahne ein paar Komplimente für dein Spiel ein. Vielleicht hast du ja ein paar Auftritte und eine riesige Menge an Leuten klatschen und bejubeln dich. Wir alle haben Fähigkeiten, welche wir öfters benutzen und vorführen könnten, um uns zu zeigen dass wir eigentlich ziemlich großartig sind.

 Wenn du dich nun gut genug kennenlernst, um dich in Einklang zu bringen mit dem was du im Kern wirklich bist, wenn du dich ermutigen kannst die Dinge zu tun die du liebst und gut kannst, und außerdem lernst deinen inneren Kritiker zu besänftigen, dann kannst du schließlich an einen Punkt gelangen, an dem du anfängst das einzig Wichtige zu glauben, was du für dein Selbstvertrauen benötigst. Du bist genug. Du bist es wirklich. Das ist Tatsache.

 

Wir sehen uns nächste Woche zu unserer siebten und damit letzten Säule des Glücks - Es geht um Beziehungen.


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