In unserem letzten Artikel hast du gelernt, was Glaubenssätze sind und welche Auswirkungen diese auf dein Leben haben können. Es ist durchaus möglich sie noch aufzulösen indem wir uns die richtigen Fragen stellen und unser Verhalten hinterfragen. Wir erklären dir jetzt, wie auch du das schaffen kannst.

  1. Finde den Ursprung kognitiver und emotionaler Dissonanzen: Frage dich wo in meinem Leben du Leidensdruck empfindest. Was würdest du gerne ändern? Wo wünschst du dir anders zu sein dich anders zu verhalten? Wo wünschst du dir ein anderes Gefühl? Und was hält dich davon ab die entsprechenden Schritte zu gehen?
  2. Situationen Analysieren: Frage dich in unangenehmen Situationen nicht, welche andere Person schuld ist, sondern suche nach deinem Anteil daran. Vor allem wenn du ähnliche Situationen mit unterschiedlichen Menschen erlebst, könnte das ein Hinweis auf einen Glaubenssatz sein.
  3. Die Erlaubnis in deinem Umfeld abfragen: Frage dich, ob es einen inneren Glauben oder Menschen in deinem Umfeld gibt, von denen du die Erlaubnis brauchst, um dein Glauben, Verhalten und Fühlen so zu ändern, wie du es dir wünschst. Dieser Schritt ist wichtig, da nicht alle Glaubenssätze „gelernt“ sind. Manche Glaubenssätze haben wir einfach übernommen, ohne jemals in einer bedrohlichen Situation gewesen zu sein. Manche Glaubenssätze sind auch auf Grund von Loyalität zu anderen entstanden und können nur mir deren „Erlaubnis“ aufgelöst werden.

Wie löse ich meine negativen Glaubenssätze auf?

Wenn du deine limitierenden Glaubenssätze enttarnt hast, dann geht es daran, diese aufzulösen. Hier stelle ich dir drei Möglichkeiten vor, die besonders kraftvoll wirken, wenn du sie alle drei hintereinander anwendest.

Strategie

1. Eine neue Strategie entwickeln

Glaubenssätze sind Strategien, die ihre positive Funktion verloren haben. Um ihn aufzulösen, können wir ihn durch eine neue Strategie mit einer positiven Funktion ersetzen. Damit dies auch wirklich funktioniert, müssen wir die Strategie auf allen vier Ebenen unseres Glaubenssatzes „einpflanzen“.

  • In unser Unterbewusstsein: Überlege dir mit welchem neuen Glaubenssatz du deinen alten Glaubenssatz auflösen möchtest. Beispiel: „Ich muss mich anpassen“ könnte zu „Ich darf sein, wie ich bin“ werden.
  • In unsere Emotionen: Spüre nach, was dein neuer Glaubenssatz für ein Gefühl in dir hervorruft. Beispiel: Anstatt die Emotion „Angst vor Ablehnung“ zu haben, wie bei deinem alten Glaubenssatz, wird dir dein neuer Glaubenssatz das Gefühl von Liebe und Vertrauen in dich selbst geben.
  • In unser Denken: Wie wird das neue Gefühl von Liebe und Vertrauen in dich selbst dein Denken verändern? Beispiel: Anstatt dich in Gedanken klein zu machen und dich ändern zu wollen, wird dein Denken liebevoll sein und dir Mut machen, so zu sein wie du bist.
  • In unser Verhalten und die daraus entstehenden Situationen: Wie wird sich dein Verhalten dadurch verändern? Beispiel: Das nächste Mal, wenn du „nein“ sagen möchtest, wirst du „nein“ sagen und so keine Situationen mehr erleben in denen du dich verbiegen oder klein machen musst.
Lass los und sei dankbar

2. Bedanken & Loslassen

Wie wir bereits festgestellt haben, sind auch unsere Glaubenssätze immer etwas positiv „gemeintes“ auch wenn sie uns limitieren. Um sie loszulassen ist es wichtig, dass wir das anerkennen und uns bei unserem Glaubenssatz dafür bedanken, dass er uns beschützt hat.

  • Fühlen und Bedanken: Rufe dir deinen Glaubenssatz und das mit ihm einhergehende Gefühl in dein Bewusstsein und bedanke dich bei ihm dafür, dass er dich begleitet und beschützt hat.
  • Verabschieden: Erkläre deinem Glaubenssatz nun, dass du ihn nicht mehr brauchst, denn du hast jetzt andere, effektivere Strategien um dich zu schützen. Du bist Erwachsen, kannst für dich einstehen und benötigst ihn nicht mehr. Bitte deinen Glaubenssatz zu gehen.
  • Loslassen: Spüre und stelle dir vor, wie dein Glaubenssatz dein „System“ verlässt. Um den Effekt des Loslassen zu verstärken kannst du verschiedene Rituale vollziehen:
    • Deinen Glaubenssatz auf einen Zettel schreiben und verbrennen
    • Deinen Glaubenssatz auf Klopapier schreiben und herunterspülen 
    • Während du deinen Glaubenssatz loslässt mit weißem Salbei räuchern
Erleben Sie jetzt die Zukunft

3. Die Zukunft ins „Jetzt“ holen

Unsere Realität wird von unserem Inneren (glauben, fühlen, denken) erschaffen. Um unsere Realität zu ändern, müssen wir also unser Inneres ändern. Konkret bedeutet das, um unser Fühlen und Denken in der Zukunft zu ändern, müssen wir es auch im Hier und Jetzt ändern. 

Nachdem du nun ganz genau weißt, wie du mit deinem neuen Glaubenssatz fühlen, denken und handeln wirst kannst du dir genau dieses Erleben ins Hier und jetzt holen. Zum Beispiel mit einer Meditation in der du dir ganz genau vorstellst, wie verschiedene Situationen mit deinem neuen Glaubenssatz ablaufen werden. Was wirst du fühlen, denken und tun? Erlebe deine Zukunft in allen ihren Facetten, als wäre sie bereits deine Realität im Hier und Jetzt.

Limitierende Glaubenssätze aufzulösen ist keine Arbeit die wir „mal schnell nebenbei“ erledigen können. Sie ist viel mehr ein ständiger Prozess des Reflektierens und Transformierens. Genau darin liegt auch die Schönheit dieser Arbeit. Mit jedem Schritt lernen wir uns selbst ein wenig mehr kennen. Wir lernen uns mehr zu lieben, zu respektieren und unser Leben so zu gestalten, dass es zu uns passt, anstatt uns an unser Leben anzupassen und uns zu verbiegen. Für diese Arbeit werden wir belohnt mit einer guten und tiefen Beziehung zu uns selbst, die vielleicht sogar unsere wichtigste ist – immerhin werden wir den Rest unseres Lebens mit uns selbst verbringen. Wie schön, wenn dir das in Einklang und Liebe tun.

Über die Autorin

Sophia Thora, Psychologische Beraterin und Yogalehrerin

Sophia Thora

Ich komme aus dem wunderschönen München und liebe es stundenlang auf meiner Matte herumzuturnen oder singend durch meine Wohnung zu tanzen genauso sehr, wie mich abends auf die Couch zu kuscheln oder einfach nur dazusitzen und in die Natur zu schauen. Als Kind brannte mein Herz für Tanzen und Singen. Dabei hatte ich immer dieses schöne Gefühl, das sich einstellt, wenn sich Körper und Geist in Einklang befinden. Als junge Erwachsene fing ich an mich zu fragen, was ich und die Menschen im Allgemeinen brauchen, damit wir uns gesund und glücklich fühlen. Ich kannte den Zustand des „Einsseins“ und „Glücklichseins“ aus meiner Kindheit, also beschloss ich, mich auf die Suche danach zu machen. Diese Suche führte zu seinem Psychologie Studium und diversen Fortbildungen im Bereich Stressmanagement und Neuro Linguistisches Programmieren. Danach ging ich nach Indien um eine Ausbildung als Yogalehrerin zu machen, was der Anfang einer langen Reise hin zum Yoga und zu meiner Tätigkeit als Yogalehrerin, Mental Coach und Gründerin von Kale&Cake war. Meine Leidenschaft ist es, nach Wegen zu einem glücklichen, ausgeglichenen, gesunden Leben zu suchen und das, was mich begeistert an andere weiterzugeben. Auf diesem Weg erkunde ich ständig neue Ansätze und bilde mich weiter, denn ich bin der Überzeugung, dass der beste Lehrer der ist, der niemals aufhört ein Schüler zu sein. Ich freue mich über jeden Einzelnen, mit dem ich meine Erfahrungen teilen kann und den ich dabei unterstützen darf, in seine Balance zu kommen und sein Glück zu finden.


Weitere Übungen zum Thema Glaubenssätze findest du in der Mindshine App (iOS or Android). Mit deinem persönlichen Happiness Coach, kann jeder Tag ein kleines bisschen besser werden. Geh raus in die Welt und sei liebevoller zu dir und zu anderen. Versprochen, es wird auch dich so richtig erfüllen.