In unserem letzten Beitrag hast du bereits erfahren, woran du erkennen kannst, ob dir ein Burnout droht. Wenn du dich erschöpft fühlst und keinen Spaß mehr an deiner Arbeit hast, kann das zu einem Leistungsabfall führen, was wiederum extreme Auswirkungen auf deine psychische Gesundheit und auch auf die Wirtschaft hat. Laut „Lancet“ werden psychische Erkrankungen die Weltwirtschaft bis 2030 voraussichtlich 16 Milliarden Dollar kosten. Du hast da Gefühl, dass dir bei der Arbeit ständig mehr abverlangt wird und bestenfalls bist du 365 Tage rund um die Uhr verfügbar? Diesem extremen Druck wirst du wohl ohne ein Ventil langfristig kaum standhalten können. Und als wäre das schon nicht genug kommt durch die Pandemie auch noch die Arbeit von zu Hause aus, gleichzeitig Home Schooling für deine Kinder und eine Einschränkung jeglicher Freizeitaktivitäten, die dir vorher geholfen haben, dich zu entspannen, hinzu. Die perfekte Grundlage um eine „Stress Lawine“ ins Rollen zu bringen. Heute zeigen wir, wie du gegensteuern und ein Burnout vermeiden kannst.

Frühzeitig handeln

Ein Burnout kommt nicht einfach so von heute auf morgen. Es ist das Ergebnis einer Kombination aus negativem Stress bei der Arbeit und der Unfähigkeit abschalten zu können. Du kannst dir das wie eine Badewanne vorstellen, die sich mit negativen Gefühlen füllt. Wenn du nicht rechtzeitig dafür sorgst, dass alles abfließen kann, beginnt sie überzulaufen und schließlich alles zum Einstürzen zu bringen. Und wenn du jetzt denkst, das wäre übertrieben: Ein Burnout kann tatsächlich Jahre deines Lebens ruinieren. Also achte auf die Warnzeichen. Wenn du zum Beispiel das Gefühl hast, dass dir die Arbeit über den Kopf wächst, wenn du das Gefühl hast, dass..

  • Du nicht mithalten kannst
  • Dir die Kontrolle fehlt
  • Du ungerecht behandelt wirst
  • Deine Leistung nicht ausreichend anerkannt wird
  • Deine Arbeit nicht mit deinen Werten übereinstimmt
  • Es kein Gemeinschaftsgefühl in deinem Arbeitsumfeld gibt

…Dann ist es Zeit zu handeln. Warte nicht einfach ab und hoffe, dass die Dinge besser werden. Tu etwas dagegen. Diese Warnzeichen zeigen dir eindeutig, dass ein Burnout vor der Tür steht!

Was du tun musst, um ein Burnout zu vermeiden

Was du tun musst, um ein Burnout zu vermeiden

Deiner Arbeit einen Sinn geben

Wenn du deinen Job nicht magst, fällt es dir das wahrscheinlich zu Beginn etwas schwer. Das ist aber vielleicht der wichtigste Punkt, den du beachten solltest, wenn du dich nach einem erfüllten Arbeitsleben sehnst. Wenn du einen tieferen Sinn in deiner Arbeit siehst, als von deinem Verdienst nur Rechnungen zu bezahlen, wenn du den Sinn deiner Arbeit für die Welt gefunden hast, dann bist du gleich viel widerstandsfähiger gegen Druck und Stress. Denk noch einmal über deine Arbeit nach und stelle dir folgende Fragen: Stimmt sie mit deinen Grundwerten überein? Gibt sie ein Gefühl der Sinnhaftigkeit? Wenn nicht, gibt es etwas, was du tun kannst, um deine Rolle zu ändern? Könntest du eventuell Aufgaben in deinem Bereich übernehmen, die dir mehr am Herzen liegen? Kannst du dich in deiner jetzigen Rolle überhaupt entfalten? Wenn du in deiner jetzigen Position wirklich kein Potenzial für einen Sinn siehst, solltest du nichts überstürzen. Nichts desto trotz es ist definitiv keine schlechte Idee darüber nachzudenken, wie du zu einer Tätigkeit wechseln kannst, in der du einen Sinn findest. Dein zukünftiges, erfüllteres Ich wird es dir danken.

Effizienter statt härter arbeiten

Aber vielleicht bist du ja auch vollkommen zufrieden mit dem, was du tust, es ist nur einfach alles viel zu viel. Wir haben einige tolle Zeitmanagement-Übungen in unserer App, mit denen du alle möglichen Techniken erlernst, um mit weniger Aufwand in kürzerer Zeit mehr zu erledigen. Die Pomodoro-Technik zum Beispiel: Du teilst deine Arbeitszeiten in 25- Minuten Blöcke ein und legst zwischen diesen Blöcken. Nach dem vierten Block dann eine längere Pause. Mit Hilfe dieser Technik beugst du nicht nur ein Burnout vor sondern steigerst gleichzeitig deine Produktivität.

Unser Programm “Zeit besser planen” welches du in unserer App unter Produktivität findest kannst du kostenlos nutzen. Es hilft dir dabei, deine Arbeit danach zu organisieren, wie viel Zeit du tatsächlich hast, anstatt danach, wie viel du zu erledigen hast. Somit erleichterst du dir deine Arbeit.

Die Vorstellung alles selbst machen zu müssen, ist mit viel Kummer und Stress verbunden. Deine Kollegen sind da, um zu helfen. Also scheue dich nicht davor bei ihnen nachzufragen, wenn du nicht weiter weißt.

Probleme besprechen

Du fühlst dich in deiner Arbeit ungerecht behandelt? Auch das kann mitunter ein Auslöser für ein Burnout sein. Wenn du dich unterbezahlt oder überarbeitet fühlst. Wenn du das Gefühl hast, dass irgendetwas an deiner Arbeit im krassen Widerspruch zu deinen Grundwerten steht, dann wird dich das früher oder später innerlich auffressen. Sprich mit jemandem darüber, falls das auf dich zutrifft. Wir wissen aus der Psychologie, dass verdrängte Gefühle einfach wieder zum Vorschein kommen und später eine große Belastung für uns sein können. Und zwar oft dann, wenn wir es am wenigsten erwarten.

Sei gut zu dir

Du kannst nicht erwarten, mit dem Druck des modernen Arbeitslebens fertig zu werden, wenn du nicht auf dich selbst achtest. Denke immer daran: Burnout ist eine Folge von Stress und Druck bei der Arbeit. Und wenn du den Druck nicht ablässt, läuft das Fass erst recht irgendwann über. 

Richtig Schlafen

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass weniger als sechs Stunden Schlaf pro Nacht Risikofaktor Nummer 1 für die Entwicklung eines Burnouts ist. Gehe früh genug ins Bett und verzichte vor dem Schlafengehen auf jegliche elektronische Geräte. Das hast du sicherlich auch schon öfter gehört aber hier nochmal der Tipp von uns: Nutze das Morgenlicht um wach zu werden. Setze dich nach dem aufstehen für mindestens 10 Minuten dem Tageslicht aus (natürlich solltest du dabei nicht direkt in die Sonne schauen!). Auch wenn die Sonne mal nicht scheint, wirkt sich das Licht positiv auf deinen Schlafrhythmus aus. Dasselbe Spiel wiederholst du dann Abends noch einmal. Das gelbe Licht der Abendsonne hilft dir dabei, besser einzuschlafen.

Rausgehen und Sport treiben

Denke nicht so viel darüber nach. Einfach rausgehen und machen. Du weißt, dass es deinem Körper und deinem Geist nicht schadet. Außerdem ist es erwiesen, dass Bewegung hilft, ein Burnout vorzubeugen.

Lerne mit Stress umzugehen

Achtsamkeit ist nur eine von vielen guten Übungen, um mit dem ganzen Stress klarzukommen. Die Wirkung von Achtsamkeit ist klinisch erwiesen und ermöglicht dir Entspannung für die du keinen Cent ausgeben musst. In unserer App findest du eine Reihe von geführten Meditationen. Falls du noch nie meditiert hast, macht das gar nichts. “Weihrauch” ist für den Einstieg beispielsweise eine perfekte Übung.

Tue etwas, das du liebst

Vielleicht hast du ja bereits ein Hobby dem du nachgehen kannst, denn Kreativität ist ebenfalls ein schöner Weg, um ein Burnout zu vermeiden. Aber bitte übertreibe es nicht. Nicht, dass es noch zu einem Hobby-Burnout kommt!

Und zu guter Letzt: Pflege deine sozialen Kontakte

Wir sind alle soziale Wesen und haben uns so entwickelt, dass wir uns auf die emotionale und soziale Unterstützung anderer verlassen. Ruf eine(n) Freund*in an und macht zum Beispiel gemeinsam einen Spaziergang. Erzähl ihm oder ihr ehrlich, wie du dich fühlst. Bekanntlich ist ja geteiltes Leid nur halbes Leid und da ist auch was wahres dran. 

Vielleicht hat dir unser Mindshine-Guide bereits weitergeholfen. Wenn du die Tipps schon ausprobiert hast und dich anschließend immer noch niedergeschlagen fühlst, ist es keine Schande, dich an deinen Chef, deine Personalabteilung oder an einen Arzt zu wenden und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Damit zeigst du keine Schwäche, sondern Mut.

In unserer Mindshine App findest du mehr als 200 Übungen, die dich auf deinem Weg unterstützen. Nächste Woche berichten wir, wie du die Faktoren, die Burnout begünstigen möglichst gut vermeiden kannst – also schau wieder rein.

Weitere Übungen zum Thema Burnout findest du in der Mindshine App (iOS or Android). Mit deinem persönlichen Happiness Coach, kann jeder Tag ein kleines bisschen besser werden. Geh raus in die Welt und sei liebevoller zu dir und zu anderen. Versprochen, es wird auch dich so richtig erfüllen.