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Tipps gegen ein Liebesaus - So meistert ihr eure Beziehung

Beziehungen spielen in unserem Leben eine große Rolle. Sie machen uns glücklich und sorgen dafür, dass wir es auch bleiben. Dass sozialen Beziehungen absolut grundlegend für unser Glück sind ist wissenschaftlich bewiesen. Die Distanzierung während der Pandemie hat sich zweifellos auf die ein oder andere zwischenmenschliche Beziehung negativ ausgewirkt. Nicht nur die meisten Freizeitaktivitäten wurden einfach abgeblasen, sondern viele lebten auch noch getrennt von Familie und Freunden. Paare führten plötzlich eine Fernbeziehung oder saßen die meiste Zeit aufeinander und das manchmal auch noch auf sehr engem Raum. Es wurde sogar bewiesen, dass die Scheidungsraten in dieser außergewöhnlichen Phase auf der gesamten Welt angestiegen sind. Deshalb möchten wir in diesem Artikel einen Beitrag für die Liebe leisten. Wir schauen uns an, wie wir Probleme in unseren Beziehungen aus dem Raum schaffen können, bevor das Fass überläuft und alles in einem weiteren Streit endet. Beginnen wir mal mit den Dingen die immer wieder auftreten:

Es liegt nicht an dir, sondern es liegt an dir

Hast du schon einmal festgestellt, dass immer wieder Dasselbe passiert? Entpuppen sich deine Freunde immer als die gleichen Quatschköpfe? Einige von ihnen sind Kontrollfreaks und brauchen ständig deine Aufmerksamkeit? Ärgerst du dich immer wieder über deinen Partner und es ändert sich trotzdem nichts? Für viele von uns treten immer wieder die gleichen Beziehungsprobleme auf. Wir schaffen es einfach nicht uns richtig zu trennen. Aber haben wir wirklich immer so viel Pech? Zufällig bemerken wir bei jedem einzelnen Partner oftmals ähnliche Probleme. Denk dran, zu einer Beziehung gehören immer zwei und eine Rolle spielst dabei immer auch du selbst: Wenn dir überall, wo du hingehst, der gleiche schlechte Geruch auffällt…. Riech sicherheitshalber mal an dir selbst! Oder wie die Beziehungs- und Dating-Expertin Sarah Louise Ryan sagt:

Der erste Schritt, um die Kommunikation mit dem Partner und innerhalb der Beziehung zu stärken, besteht darin Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Oft, wenn wir anfangen, unsere Partner zu betrachten und Dinge an ihm finden, die wir nicht mögen, oder Gewohnheiten und Verhaltensweisen in der Beziehung, die uns nicht passen, gibt es etwas Ungelöstes in uns selbst, das wir berücksichtigen und für das wir Verantwortung übernehmen müssen.

Glückssäule Nr. 1: Selbsterkenntnis

Auch wenn du das bisher so nie gesehen hast, bei deinen Problemen spielst immer auch DU eine Rolle.

Natürlich ist es einfacher Anderen die Schuld zuzuweisen. Aber es gehören immer zwei dazu. Wenn es in deiner Beziehung Schwierigkeiten gibt, bist auch du immer daran beteiligt, ob du möchtest oder nicht. Das Schöne daran ist, dass du auch für die Lösung mitverantwortlich sein kannst. Beginnen wir also bei uns selbst. Ohne Selbsterkenntnis ist ein Fortschritt jedoch unmöglich. Es gibt einen Grund, warum das die Nummer eins in unseren Sieben Säulen des Glücks ist. Wenn wir in irgendeiner Weise verbessern wollen, müssen wir uns selbst besser kennen lernen. Versetze dich noch einmal in die Situation und denk gut darüber nach. Der Ursprung unserer Streitereien, die wir mit unseren Partnern haben, sitzt meist viel tiefer als die oberflächlichen Kleinigkeiten, die wir uns schließlich gegenseitig an den Kopf werfen. Es geht nie wirklich um die Unordnung oder darum, das man schon wieder nicht direkt eine Antwort auf seine Whatsapp Nachricht bekommen hat. Unsere klinische Psychologin Dr. Marsha gerne sagt: Man muss es fühlen, um es zu heilen. Der erste Schritt ist immer das „in sich hineinschauen“ und Akzeptanz. Setz dich also am besten erst einmal hin und versuche zu spüren, wie du dich wirklich fühlst. Unsere Emotionen lassen sich nicht vermeiden oder verleugnen. Wenn wir versuchen, sie zu ignorieren oder zu unterdrücken, neigen sie dazu, in anderer Form wieder an die Oberfläche zu kommen, wenn wir am wenigsten darauf vorbereitet sind. Hast du jemals überreagiert, wenn dein Partner etwas getan oder gesagt hat? Natürlich hast du das. Wir alle tun das mal. Dann wird es Zeit, dich selbst zu überprüfen! Hör auf deine Gefühle und atme tief durch. Akzeptiere, dass sie ein Teil von dir sind. 

Muster erkennen

Um deine immer wiederkehrenden Muster zu erkennen, könnte es hilfreich für dich sein ein Emotionstagebuch zu führen. Halte in einem Notizbuch oder in deiner Notizen App auf deinem Handy deine Gedanken fest, wenn es Meinungsverschiedenheiten in deiner Beziehung gibt. Worum geht es dabei? Was glaubst du, worum es wirklich geht? Warum fühlst du dich so? Warum triggert es dich so sehr? Was denkst du, warum dein Partner der Auslöser für dein Ärgernis war? Was war das erste, was du nach eurem Streit getan hast? Diese Muster sind enorm wichtig, um sie aufzudecken und geben dir einen Hinweis dafür, was dem Problem wirklich zugrunde liegen könnte.  Falls du mehr über Verhaltensmuster in Beziehungen wissen willst, solltest du dich mit der Bindungstheorie für Erwachsene befassen, z.B. „Attached“ von Levine & Heller, und dir die Frage stellen: Wie konnte ich das nicht erkennen? 

Akzeptiere deine Gefühle

Vielleicht besteht die Ursache eurer sich immer wiederholenden Meinungsverschiedenheiten darin, dass du deine wahren Gefühle, die du in solchen Momenten erlebst, nicht zulässt. Um dein Verhaltensmuster zu ändern, solltest du zuerst einmal in dich kehren, um anschließend anders als bisher reagieren zu können, nachdem du dich geärgert hast. Wir haben hierfür einige tolle kostenlose SOS-Übungen in der App, die dir dabei helfen komplizierte Gefühle zu akzeptieren, zu fühlen und zu verarbeiten. 

Versuche deine Probleme aufzudecken und sprich darüber

Wenn du nun bereits an dir gearbeitet und die Ursache des Problems erkannt hast, ist es an der Zeit mit deinem Partner darüber zu sprechen. Dieser Teil wird dir nicht leicht fallen. Damit es nicht erneut zu einem Streit kommt, solltest du sicherstellen, dass du während dieser Konfrontation ruhig und diplomatisch bleibst. Sobald du dir dein Problem eingestehst und deine Mitschuld zugibst, wird das Gespräch ab jetzt besser laufen. Ein Verhalten ist viel weniger verletzend, wenn es als unbewusstes Muster verstanden werden kann. Ihr macht das beide nicht absichtlich. Es ist ein Muster, auf das du reingefallen bist und erst noch herausfinden musst, wie du es auflösen kannst. Erkenne dein Problem an und versuche zu beschreiben, weshalb du immer wieder in bestimmte Muster verfällst. Und auch wenn es unangenehm ist, sprich offen mit deinem Partner und suche nach Verständnis seinerseits. 

Das sagt Sarah Louise Ryan dazu:

Oft ist ein Streit Folge der Projektion auf den Anderen, um die eigene Scham über etwas Bestimmtes zu vermeiden. Wenn es darum geht, einen Beziehungskonflikt zu lösen, ist es wirklich wichtig, dass du eine Meinungsverschiedenheit nicht als ein Gewinner- oder Verliererszenario ansiehst, sondern dass du dich darauf konzentrierst eine glückliche, liebevolle und erfüllende Beziehung mit deinem Partner zu führen und zu erhalten. Wenn es bei euren Beziehungskonflikten darum geht, einen Streit zu gewinnen oder zu verlieren, könnt ihr das Wichtigste aus den Augen verlieren – die Beziehung selbst.

Repariere den Schaden

Du leistest erstaunliche Arbeit und kannst wirklich stolz auf dich sein, wenn du soweit gekommen bist. Du hast es echt drauf! Die Ursachen für dein wiederkehrendes Verhalten wurden von dir verstanden und hoffentlich hast du auch schon Maßnahmen ergriffen, um es zu ändern. Jetzt ist es an der Zeit, den Schaden wieder rückgängig zu machen. Nach einem Streit seid ihr beide verletzt. Ihr wisst aber auch, wie ihr eure Verletzungen wieder heilen könnt. Erinnert euch an all die Dinge, die ihr zu Beginn eurer Beziehung getan habt? Warum habt ihr euch überhaupt ineinander verliebt? Und ihr seid es immer noch! Begegne deinem Partner mit Liebe und entschuldige dich. Sage ihm, dass du ihn liebst. Zeig es ihm, indem du deinen Teil der Verantwortung übernimmst und ihm gegenüber ruhig bleibst. Letztendlich geht es um Verständnis und darum, wie ihr miteinander verbunden seid.

Stelle sicher, dass du immer versuchst deinen Partner zu verstehen und weitere Fragen stellst, damit ihr euch auf derselben Ebene befindet und eure Unterhaltung fair bleibt. Höre deinem Partner aktiv zu und achte darauf, dass die Kommunikation nicht nur einseitig verläuft. Ihr solltet beide den gleichen Redeanteil bekommen und nicht immer nur darauf beharren, eure eigene Meinung loszuwerden. 

Fülle dein eigenes Glas- was wir damit meinen, ist, dass du immer versuchst dich weiter zu entwickeln und lernst, wie du dich in deiner Beziehung dir und deinem Partner gegenüber verhältst. Kommuniziere deine Liebe zu deinem Partner verbal und nonverbal. Damit die Verbindung zwischen euch noch stärker wird, stelle sicher, dass auch dein Partner sich dessen bewusst ist!

Dankbarkeit

Und zu guter Letzt: Lerne, deinem Partner dankbar zu sein. Bei Mindshine dreht sich immer wieder alles um das Thema Dankbarkeit, weil es einfach unglaublich effektiv ist. Wenn du den Tag damit beginnst, all die Dinge aufzuschreiben, für die du deinem Partner dankbar bist, hilft dir das dabei deine Sichtweise zu ändern und besser in den Tag zu starten. Es dauert nur zwei Minuten, kostet dich keinen Cent und kann dein Leben verändern. Jeden Tag ein Stückchen mehr. Also leg direkt los und warte ab, was passiert!

Sarah Louise Ryan gibt auf ihrer Website „Love Lessons“ grundlegende Beziehungstipps. Wie wir bereits zu Beginn des Artikels erwähnt haben, gibt es nichts Wichtigeres für dein Glück als deine Beziehung und Verbindung zu anderen Menschen. Sie sind es wert, dass du mit an diesen Beziehungen arbeitest und ihnen deine Aufmerksamkeit schenkst, um sie (und dich) so gesund wie möglich zu halten. Denk also noch einmal über dein Verhalten nach. Sprich darüber, höre deinem Gegenüber aktiv zu und repariere die Schäden, die du eventuell selbst verursacht hast. Mit etwas Geduld und Arbeit ist es sehr wahrscheinlich, dass du deine Beziehung noch retten kannst und alle Beteiligten wieder glücklich werden. Falls deine Versuche dennoch fehlschlagen, suche eine Datingberatung oder Matchmaking auf. 

Weitere Übungen zum Thema Positivität oder Selbstvertrauen, findest du in der Mindshine App (iOS or Android). Mit deinem persönlichen Happiness Coach, kann jeder Tag ein kleines bisschen besser werden. Geh raus in die Welt und sei liebevoller zu dir und zu anderen. Versprochen, es wird auch dich so richtig erfüllen.


Wie du herausfindest, wer du wirklich sein möchtest

Wir alle suchen nach einem besseren Leben. Schon seitdem der erste Höhlenmensch sein schönstes und bestes Tierfell angezogen, seine Keule in die Hand genommen und sich aufgemacht hatte, um aus ihm etwas zu machen, haben sich Menschen dieselbe Frage gestellt: Wer möchte ich sein?

Wir denken nicht nur, sondern wir denken über das Denken nach. Und genau diese Form der Selbsterkenntnis ist es, was uns von Tieren unterscheidet. Es hat uns ermöglicht die Welt, welche wir um uns herum wahrnehmen, zu erschaffen und erstaunlich, inspirierende Dinge damit zu tun. Außerdem hat es uns großes Wissen über die Welt, sowie uns selbst gebracht. Jedoch bleibt die Frage genauso wichtig während wir hier im einundzwanzigsten Jahrhundert stehen und uns im Spiegel betrachten. Wer wollen wir sein? Für viele von uns ist diese Frage schwierig zu beantworten. Wo sollen wir überhaupt anfangen? Wir werden nicht alle mit einem brennenden Ehrgeiz und unseren Augen stets auf das Wesentliche geboren. Viele haben das Gefühl, dass sie geradeso um die Runden kommen oder auch ziellos durchs Leben wandern. Wir ergreifen die Gelegenheiten die sich ergeben, oder eben auch nicht. Das Alles ohne einen größeren Plan im Kopf zu haben. Wie also können wir unser Leben in eine bestimmte Richtung lenken? Lies weiter um genau das herauszufinden.

Selbsterkenntnis

Wollen wir unser Leben zum Besseren wenden und mehr Glück finden, werden wir nicht weit kommen, wenn wir nicht zuallererst verstehen, wer wir sind oder eine Vorstellung davon haben wer wir sein wollen. Selbsterkenntnis ist somit unausweichlich für den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung. Somit haben wir bei der Ausarbeitung unserer 7 Säulen des Glücks für Mindshine die Säule der Selbsterkenntnis auch als erste Stelle gesetzt.

Die 7 Säulen des Glücks

In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass Selbsterkenntnis die persönliche Entwicklung fördert, uns somit in vielerlei Hinsicht verbessert und in allen möglichen Lebenslagen weiterhilft. Wenn wir die Fähigkeit der Selbsterkenntnis üben dann: Treffen wir bessere Entscheidungen, werden proaktiver, lernen uns selbst sowie andere zu akzeptieren, werden selbstbewusster, kreativer als auch produktiver und schlussendlich auch besser in unserer Arbeit. Diese Liste lässt hört hier jedoch nicht auf, sondern lässt sich fortsetzen. Wenn wir also herausfinden wollen wer wir sein möchten ist der erste Schritt sich selbst kennen zu lernen.

Schritt 1: Finde dich selbst auf dem Blatt wieder - Journaling

Journaling

Deine Gedanken aufzuschreiben ist einer der besten Wege die Wahrheit in deinem Inneren zu entdecken. Es gibt also nichts vergleichbares, um sich selbst unter die Lupe zu nehmen, als sich mit einen Stift und einem leeren Blatt Papier hinzusetzen. Es ist zwar ein langsamer Prozess, der kontinuierliche Anstrengung benötigt, die Belohnung es aber definitiv wert.

Wir empfehlen es also, dies als einen festen Teil deiner Morgenroutine anzusehen. 

Kauf dir also ein schönes Notizbuch und einen Stift, setz dich mit einer Tasse Tee an den Tisch und starte deinen Tag stets auf dieselbe Art und Weise, indem du drei Seiten, mit deinen aktuellen Gedanken füllst. Dabei ist gar nicht so wichtig, was genau du schreibst. Die Idee dahinter ist es einfach nur mit Stift und Papier zu sehen was passiert. Schreibe über deine Hoffnungen und Träume und deine Ängste und Probleme. Schreib einfach drauf los. Und wenn dir der Stoff zum Schreiben ausgeht, was ohne Zweifel auch der Fall sein wird, versuche weiterzuschreiben. Schreib darüber, was du an diesem Tag zu erledigen hast. Schreibe darüber wie dir nichts einfällt, worüber du schreiben sollst. Es spielt keine Rolle. Schreibe einfach solange, bis sich die drei Seiten gefüllt haben. Du wirst überrascht sein, was am Ende dabei rauskommt. Es kann dir Hinweise darauf geben, was du im Leben wirklich willst.

Schritt 2 - Finde deinen Flow 

Seit Jahrtausenden wissen Meditationsmeister, dass der Weg zum Glücklichsein darin liegt, seine Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu richten. Wir sind am glücklichsten, wenn wir wirklich präsent sind. Denk einmal an die Momente im Leben in denen du dich am lebendigsten gefühlt hast. Momente des Flows, in denen die Zeit stehen geblieben ist und du im Moment verankert warst. Was hast gemacht? Mit wem warst du zusammen? Versuche davon eine Liste zu erstellen. Kannst du dabei irgendwelche Muster erkennen? In genau solchen Momenten bist du am meisten du selbst. Indem du mehr von diesen Momenten schaffst und die Entscheidungen triffst, die es dir erlauben genau diese Version von dir selbst zu sein, bringst du mehr Freude in dein Leben. Finde also die Momente, in denen du im Flow bist und lass dich von ihnen treiben. Das ist nämlich die Person, die du sein möchtest.

Schritt 3 - Schau auf deine Vorbilder

Ein weiteres mächtiges Mittel, um herauszufinden, wer du sein möchtest, ist es, einen Blick auf seine Vorbilder zu werfen. Mach also eine Liste von Personen, zu denen du aufsiehst und die du bewunderst. Sie müssen auch nicht gleich berühmt sein. So können es beispielsweise deine Freunde sein, oder auch Menschen in deiner Arbeit oder deiner Gemeinde. Du solltest sie einfach nur bewundern. Wenn du diese Liste erstellt hast, siehe nach ob du herausfinden kannst, was diese Menschen gemeinsam haben. Wie und auf welche Art und Weise würdest du gerne mehr wie sie sein? Welche Eigenschaften kannst du ihnen zuschreiben, die du gerne mehr in deinem Leben hättest? Das wird dir ungemein im nächsten Schritt weiterhelfen.

Schritt 4 - Entdecke deine wichtigsten Werte

Wenn du nun gründlich darüber nachgedacht hast, was du eigentlich willst, wenn du wirklich du selbst bist und herausgefunden hast wem du gerne ähnlicher wärst, ist es an der Zeit dich mit deinen Grundwerten zu beschäftigen. Weiter unten findest du eine Liste, welche du als Ausgangspunkt nutzen kannst. Schau sie dir einmal an und versuche am Ende eine Liste von 4 oder 5 Werten zu erstellen, welche dir am meisten zusprechen.

Liste von Werten

Das sind also deine wichtigsten Werte. Verwende sie als Leitprinzipien für dein Leben. Stell sie dir als eine Art Nordstern vor, welcher dir den Weg  weist. Wenn du nun deine Lebensentscheidungen an deinen Grundwerten ausrichtest und dich in die Richtung bewegst, in der du das bist was du wirklich sein möchtest, kannst du Außergewöhnliches erreichen. Ein Leben mit Sinn. Und genau das ist wissenschaftlich erwiesenermaßen ein riesen Schritt auf dem Weg zu einem glücklicheren Leben. 

Weitere Übungen zum Thema Positivität oder Selbstvertrauen, findest du in der Mindshine App (iOS or Android). Mit deinem persönlichen Happiness Coach, kann jeder Tag ein kleines bisschen besser werden. Geh raus in die Welt und sei liebevoller zu dir und zu anderen. Versprochen, es wird auch dich so richtig erfüllen.


connection and happiness

Die Siebte Säule des Glücks - Beziehungen

Es ist eine der größten Ironien des 21. Jahrhunderts. Wir leben in einer Zeit, in der wir mehr vernetzt sind als je zuvor, und trotzdem erfahren viele von uns einen tiefen Mangel an Beziehungen zu anderen. Sowohl die Verbindung zu anderen, als auch zu uns selbst. Was zum Himmel ist da eigentlich los? Und warum sind Beziehungen so wichtig für uns?

Wir sind soziale Wesen

Menschen sind soziale Tiere

Wir wissen, dass Beziehungen verdammt wichtig für unser tägliches Glück sind.  Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass sie dermaßen wichtig sind, dass sie sogar in unseren Genen verankert ist. Laut dem herausragendem Buch: „Social: Why our Brains are wired to connect“ des Naturwissenschaftlers Mattthew Liebermann, hat die Evolution diejenigen Individuen bevorzugt, die eine stärke Neigung zur Gruppenbildung gehabt haben. Beziehungen bzw. Gruppenbildungen sind also in unseren genetischen Code geschrieben und machen uns damit erst zu Menschen.

Unser Bedürfnis nach sozialen Beziehungen ist demnach so tief in uns verankert, sodass  Gefühle wie beispielsweise Einsamkeit oder Scham tatsächlich dieselben neuronalen Netzwerke aktivieren wie es auch körperliche Schmerzen tun. Sich ausgegrenzt zu fühlen , tut wirklich weh. Es liegt also auf der Hand, dass sich unser Körper so entwickelt hat, dass er uns dazu antreibt sich als Teil einer Gruppe zu fühlen. Versetz dich beispielsweise einmal in die Lage unserer Vorfahren. Sie waren von großen und gefährlichen Tieren mit scharfen Zähnen und Klauen umgeben, welche sie zum Mittagessen verspeisen wollten. Hier ist die Fähigkeit sich in einer Gruppe zu organisieren und Teil davon zu sein buchstäblich der Unterschied zwischen Leben und Tod.

Beziehungen halten uns gesund und glücklich

Verbindungen sind ein psychologisches Kernbedürfnis und so lebensnotwendig, dass sie sich auf unsere körperliche Gesundheit auswirken. Es hat sich gezeigt dass uns tiefe Beziehungen länger leben lassen. Sie helfen uns auch weniger Schmerzen zu empfinden. Außerdem ist es erwiesen, dass sie für unsere körperliche Gesundheit genauso wichtig sind, wie beispielsweise nicht zu rauchen. Macht uns das aber auch glücklicher? Die Beweislage deutet jedenfalls eindeutig darauf hin.

Laut einer Harvard-Studie, welche seit über 80 Jahren untersucht, was Menschen glücklich und gesund hält, sind gute Beziehungen die Schlüsselkomponenten in Hinblick auf langfristiges Glück. Eine weitere Studie an 1400 Studenten fand eine stärkere Korrelation zwischen sozialer Unterstützung und Glück, im Vergleich zu der von Rauchen und Krebs.

Eine Studie an der Universität von Leipzig untersuchte vor Kurzem eine Gruppe von 1200 Menschen und deren Strategien um an Glück zu gelangen. Dabei sind sie zu dem Ergebnis gekommen, dass Menschen mit sozialen Aktivitäten zur Glücks Generierung, beispielsweise durch ehrenamtliche Arbeit, den Beitritt von Gruppen oder durch grundsätzlich mehr sozialen Kontakten, nach einem Jahr einen weitaus größeren Anstieg ihren Glücks feststellen konnten, als diejenigen die sich mehr auf sich selbst konzentriert haben.

Verbundenheit zu anderen Menschen kann uns einiges geben, wie jeder bestimmt bestätigen kann, der während des Lockdowns zum Beispiel in eine Whatsapp-Gruppe seiner Straße hinzugefügt worden ist. Wenn in Krisenzeiten Menschen zusammenkommen, um sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen, lässt das einen einfach glücklicher fühlen als zuvor.

Wie können wir mehr Verbundenheit aufbauen?

Schlüssel zum Aufbau von Verbindungen

Priorisiere das Persönliche

Wie können wir nun in unserem hektischen modernen Leben mehr soziale Beziehungen aufbauen? Die einfachste Antwort ist es, sich es auch zur Priorität zu machen. Wir alle haben heutzutage viel zu tun und es scheint als habe der Tag nie genügend Stunden. Wir müssen E-Mails beantworten, unsere Projekte beenden oder andere Dinge in Ordnung bringen. Unsere sozialen Beziehungen bleiben dabei auf der Strecke liegen, selbst wenn wir all diese Dinge erledigt haben. Die Wahrheit ist, dass es immer mehr Dinge zu tun gibt. Um also mit deinen sozialen Kontakten Schritt zu halten, musst du sie in deinen Tagesplan mit einbeziehen und einplanen. Du solltest sie also als genauso unverzichtbar ansehen wie alle anderen Dinge auch, denn wenn es um dein Glück geht dann sind es deine Beziehungen die unverzichtbar sind.

Trage dir also deine Verabredung zum Mittagessen in deinen Terminkalender ein und lasse kein anderes Meeting darüber hinaus gehen. Plane dir den Kaffee sowie das Schwimmen ein. Reserviere dir nächste Woche Zeit für einen Drink nach der Arbeit mit ihrem besten Freund oder besten Freundin. Mache Pläne, um die Menschen zu sehen, welche dir wichtig sind. Tu das für deine Gesundheit!

Sei kein Einzelgänger

Gehe nach draußen, unternehme etwas und zeig dich von deiner guten Seite. Wenn wir ehrlich sind, ertappen wir uns alle mal dabei, uns aus sozialen Interaktionen rauszuhalten, zum Beispiel in Whatsapp-Gruppen zu lungern, so zu tun als würden wir Bekannte auf der Straße nicht erkennen oder Augenkontakt in öffentlichen Verkehrsmitteln zu vermeiden. Unsere instinktiver Wunsch jegliche Unannehmlichkeiten zu vermeiden tut uns jedoch nichts Gutes. Dies liegt daran, dass wir relativ schlecht darin sind einzuschätzen, was uns glücklich macht und wie andere Menschen auf uns reagieren werden.

In einer faszinierende Studie aus dem Jahr 2014 mit dem Titel: „Mistakenly Seeking Solitude“, veröffentlicht im Journal of Experimental Psycholgy, wurden die Teilnehmer gefragt, ob sie auf ihrem täglichen Weg lieber gezwungen wären mit Fremden zu sprechen oder sie in Ruhe zu lassen. Weniger überraschen haben sich fast alle für Letzteres entschieden. Als es jedoch darauf ankam und die Teilnehmer zufällig zu den 2 verschiedenen Aufgaben zugeteilt wurden, zeigte sich, dass diejenigen die die Fremden in der U-Bahn von Chicago in ein Gespräch verwickelten, diese fremden Menschen schlussendlich entgegenkommender wahrgenommen haben als sie es sich vorgestellt haben. Sie bewerteten dadurch ihre Fahrt als weitaus angenehmer als diejenigen denen gesagt wurde sie sollen sich nur um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern. Und für den Fall, dass du glaubst das Ganze würde nur bei gesprächigen Amerikanern funktionieren: Die BBC hat eine ähnliche Studie mit ähnlichen Ergebnissen in Großbritannien durchgeführt. Für Introvertierte ist es übrigens genauso effektiv wie für Extrovertierte.

Also auch wenn deine innere Stimme vielleicht „Neeiiiin“ schreit, einen Versuch ist es wert. Engagiere dich. Komme unter die Leute. Sprich mit deinem Nachbarn, dem Straßenkehrer, und mit jeglichen Leuten die dich täglich in Geschäften bedienen. Verbinde dich mit den Menschen um dich herum. Es wird dich glücklicher machen. Das ist eine in Stein gemeißelte Tatsache!

Teilnehmen

Wenn also dein sozialer Kreis durch mangelnde Pflege geschrumpft ist, ist es nun wieder  an der Zeit ihn zu erweitern. Was interessiert dich? Was machst du gerne? Denk darüber nach. Es wird in ihrer Umgebung eine Gruppe von Gleichgesinnten geben, welche sich treffen um genau das zu tun. Und das ist genau das, was du gerne machst. Die Chancen stehen also gut, dass du sie mögen wirst.

Kontakt aufnehmen

Wir alle fühlen uns hin und wieder einmal schlecht, und wir alle könnten ein wenig Anschluss und Verbundenheit gebrauchen. Erinnere dich: ES IST VOLLKOMMEN OKAY NICHT OKAY ZU SEIN. Hast du gerade eine harte Zeit, dann nimm mit jemanden Kontakt auf und melde dich. Rufe einen Familienmitglied oder einen vertrauten Freund an, sende eine Nachricht oder nimm Kontakt mit einer professionellen Stelle auf auf. Nach Hilfe zu fragen ist keinesfalls ein Zeichen von Schwäche, sondern stets ein Zeichen von Stärke.

Eine Verbindung zu dir selbst ist notwendig für dein Glück

Und schlussendlich ist, wie wir es schon in unserer Säule Nummer #6 der letzten Woche – Selbstvertrauen – gesehen haben, die Beziehung zu uns selbst sehr wichtig für die Fähigkeit unser Glück zu erzeugen. Verbindungen in sich selbst zu erkennen und an seinem Selbstmitgefühl zu arbeiten zeigte sich  immer wieder positiv und mit Glück fördernden Auswirkungen. Es wird schwierig Freude zu finden, wenn du dich von all den Menschen um dich herum getrennt fühlst. Bist du jedoch getrennt von dir selbst, wird das Ganze unmöglich.

Weitere Übungen zum Thema Positivität oder Selbstvertrauen, findest du in der Mindshine App (iOS or Android). Mit deinem persönlichen Happiness Coach, kann jeder Tag ein kleines bisschen besser werden. Geh raus in die Welt und sei liebevoller zu dir und zu anderen. Versprochen, es wird auch dich so richtig erfüllen.


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Die Sechste Säule des Glücks: Selbstvertrauen

Glaube an dich Selbst! Das ist zwar einfacher gesagt als getan, aber stellen wir uns doch einmal die Frage wie Selbstvertrauen uns überhaupt glücklich macht, und wie wir mehr davon bekommen können? Lies weiter um mehr darüber zu erfahren…

Selbstvertrauen ist mächtig

Das Vertrauen und der Glaube an dich selbst ist eine sehr mächtige Fähigkeit. Sich immer wieder aufs Neue in herausfordernde Situationen zu stürzen ohne an sich selbst zu zweifeln oder sich durch limitierende Glaubenssätze zurückhalten zu lassen, wird dir auf lange Sicht gesehen mehr Erfolg bescheren. Dies zeigt sich auch mathematisch betrachtet: Je mehr Möglichkeiten/Gelegenheiten du wahrnimmst, umso mehr Erfolg wirst du am Ende auch haben. Dahinter steckt jedoch noch mehr: Dein Glaube an dich selbst ist mit allen möglichen wichtigen Fähigkeiten und Eigenschaften verbunden: Dazu gehören wie bereits erwähnt, Selbstvertrauen sowie unter anderem auch dein Selbstwertgefühl und dein Selbstmitgefühl. Wenn du es schaffst in den Spiegel zu schauen und dich als wertvoll anzusehen, bringst du dich nicht nur selbst ins Rennen, sondern verschaffst dir automatisch auch einen Vorteil, den anderen Leute auch in dir sehen werden.

Zuversichtlichkeit/Vertrauen in Dich ist eine sehr attraktive Qualität die du besitzen kannst. Hast du Vertrauen in dich selbst dann äußert sich dies ebenfalls positiv in deinem Verhalten, in deinem Umgang mit dir selbst, aber auch wie du mit anderen Menschen interagierst. Sie werden dir dadurch auch eher vertrauen.

In einer Vielzahl von Studien wurde ein hohes Selbstwertgefühl positiv mit Glück in Verbindung gebracht. Dass dies nachgewiesenermaßen tatsächlich auch zu Glück führt muss jedoch noch bewiesen werden, Wissenschaftler gehen jedoch stark davon aus. In einer sehr weitreichenden Studie mit 31.000 Studenten aus 31 Ländern und 5 verschiedenen Kontinenten war das Selbstwertgefühl die wichtigste Komponente um die allgemeine Lebenszufriedenheit vorherzusagen.

Ein Mangel an Selbstvertrauen hält dich zurück

Der vielleicht einfachste Weg, um zu verstehen, wie wichtig es ist an sich selbst zu glauben, ist es sich ein Leben ohne Selbstvertrauen vorzustellen. Menschen mit geringem Selbstvertrauen sowie geringem Selbstwertgefühl könnte es an Vertrauen zu sich fehlen. Sie vergleichen sich ungünstigerWeise ständig mit Anderen und beurteilen sich dabei selbst zu hart. Die Folgen sind negative Gedanken und ein hohes Maß an Sorgen und Selbstzweifel. Letztendlich kann dich ein Mangel an Selbstvertrauen soweit niederschlagen, sodass du Schwierigkeiten haben kannst jegliches positive Feedback zu akzeptieren. Du wirst kannst deinen Bedürfnissen kaum nachgehen und auch nicht danach fragen was du wirklich brauchst. Dies kann außerdem mit einer Reihe von negativen gesundheitlichen Folgen in Verbindung gebracht werden. Darunter gehören vor Allem Angstzustände und Depressionen. Diese Thematik ist wissenschaftlich ziemlich gut untersucht und postuliert folgendes: Wollen wir eine bessere Chance auf ein glücklicheres Leben, müssen wir uns zuerst darum kümmern wie wir zu uns selbst stehen.

Selbstvertrauen heißt NICHT einfach zu denken du bist der Größte

Selbstvertrauen heißt NICHT einfach zu denken du bist der Größte

Es gibt einen Unterschied zwischen einem gesunden Maß an Selbstvertrauen und einfach blind zu behaupten man sei fehlerfrei und ein Meister in allem und jeden. Diese Art von selbstverherrlichendem Denken scheint wohl für den ein oder anderen Rapper oder Politiker zu funktionieren, nicht aber wenn es darum geht glücklicher zu werden. 

In Sachen Selbstvertrauen geht es also nicht darum zu glauben, man sei der beste überhaupt. Um dir selbst zu vertrauen musst du nicht zwingend auf dein Leben schauen und das Gefühl haben jeden Aspekt davon komplett zu meistern. Tatsächlich basiert Selbstvertrauen nicht auf Leistung oder Erfolg und erst recht nicht im Vergleich zu anderen, sondern im Kern geht es um die Akzeptanz deiner Selbst. Es geht darum sich selbst als wertvoll zu sehen, unabhängig davon ob du gewinnst oder verlierst. Eine gesundes Maß an Selbstvertrauen ist somit nicht an Erfolg oder Misserfolg gebunden. Wäre dem so wären wir ja kaum dazu in der Lage aus unseren Fehlern zu lernen und es weiter zu versuchen. In Sachen Selbstvertrauen geht es also um die Beziehung zu uns Selbst. Es geht darum Teil seines eigenen Teams zu sein und sich auf eine gesunde Weise selbst zu mögen, um sich auch mal eine Pause zu gönnen.

Selbstvertrauen bedeutet sich selbst kennen zu lernen

sich selbst kennenlernen durch das Journaling

Wie schaffen wir es nun unsere Beziehung zu uns selbst zu verbessern?

Wenn du eine gute Beziehung zu dir selbst haben möchtest wäre es für den Anfang gut zu wissen wer du überhaupt bist, was du magst und als wertvoll empfindest. Um an etwas zu glauben zu können musst du natürlich erst einmal wissen woran du überhaupt glaubst, richtig? Wer oder was ist eigentlich dieses Selbst an das du glauben sollst? Um dies zu beantworten kommen wir zurück zu unserer #1 Säule des Glücks – es geht um Selbsterkenntnis. Wer bist du wirklich? Was sind deine wichtigsten Werte? Mithilfe von Selbstreflexion oder indem du deine Gedanken in Tagebüchern nieder schreibst, kannst du diese Fragen beantworten. Sobald du nun herausgefunden hast, was dir im Leben wirklich wichtig ist, also das was dich als Person im Kern ausmacht, wirst du damit beginnen dir das Bild von der Person an die du glauben willst auszumalen. Nun hast du auch einen guten Maßstab, um deine Bemühungen zu bewerten. Sind die Dinge die du tust in Einklang mit deinen Grundüberzeugungen und Werten? Weißt du nun wirklich woran du glaubst und versuchst auch genau diese Person zu sein, dann wird es unendlich leichter an DICH zu glauben.

Dein innerer Kritiker ist nicht dein Freund

Es ist unglaublich schwer an sich selbst zu glauben, wenn ein Teil von dir ständig versucht den Prozess zu sabotieren. Wir sollten uns also stets bewusst sein über diesen inneren Kritiker. Die Stimme in unserem Kopf, die uns ständig sagt wir sind nicht gut genug, schlau genug, sexy genug oder cool genug. Die Stimme die uns sagt: „Nein, das ist nichts für mich“ oder „Ich bin unglaublich schlecht öffentlich zu reden, warum muss ich eine Präsentation halten?“ oder so etwas wie „Ich lasse sie einfach in Ruhe, sie wollen bestimmt nicht mit mir reden“. Wir ALLE haben diese innere Stimme und wir müssen lernen sie zu erkennen, um ihren Einfluss darauf zu verringern, wie wir uns fühlen und bewerten. Eine gute Möglichkeit ist es, darauf zu achten, also achtsam sein wie du mit dir selbst redest. Denk einmal an eine Zeit wo etwas einmal nicht ganz so glatt gelaufen ist. Wie hast du dabei mit dir selbst geredet bzw. dich bewertet. Jetzt stell dir einmal vor ein guter Freund oder eine gute Freundin wäre in derselben Situation, was würdest du zu ihm sagen? Wie würdest du mit ihm sprechen? Würdest du ihm genau das Gleiche und auf genau derselben Art und Weise sagen wie du es bei dir getan hast? Wenn nicht, und ich wette du wärst um einiges netter und sanfter zu deinem Freund, dann kannst du nun daraus lernen. Du solltest mit dir selbst reden, wie du es mit einem guten Freund tun würdest, wie mit einem Verbündeten. Denk immer daran, du bist Teil deines eigenen Teams. Du bist dein eigener Trainer und Cheerleader. Du bist der Einzige im Inneren der mit sich selbst spricht. Unterstütze also dein Team!

Stärke dein Selbstvertrauen, indem du mehr von den Dingen tust in denen du gut bist

Stärke dein Selbstvertrauen, indem du mehr von den Dingen tust in denen du gut bist

Ein weiterer Weg, um mehr Selbstvertrauen zu generieren aber auch grundsätzlich mehr Freude und Spaß im Leben zu haben, ist es diejenigen Bereiche finden in denen du innerlich auf gehst und dann einfach mehr davon tun. Denke an die Dinge die du in der Arbeit gut kannst und bringe deinen Chef dazu dir mehr von Aufgaben dieser Art zu geben. Das ist eine Win-Win-Situation für alle. Bist du beispielsweise ein Aquarell-Talent? Dann trete doch einen Kunstverein bei, stelle deine Kunst online oder gib sie weiter. Oder bist du vielleicht gut darin Kuchen zu backen? Dann backe mehr Kuchen, gib sie zu einem Kuchenverkauf oder vielleicht deinem Nachbarn. Bist du ein großartiger Klarinettenspieler? Dann trete doch einer Musikgruppe in deiner Nähe bei und sahne ein paar Komplimente für dein Spiel ein. Vielleicht hast du ja ein paar Auftritte und eine riesige Menge an Leuten klatschen und bejubeln dich. Wir alle haben Fähigkeiten, welche wir öfters benutzen und vorführen könnten, um uns zu zeigen dass wir eigentlich ziemlich großartig sind.

Wenn du dich nun gut genug kennenlernst, um dich in Einklang zu bringen mit dem was du im Kern wirklich bist, wenn du dich ermutigen kannst die Dinge zu tun die du liebst und gut kannst, und außerdem lernst deinen inneren Kritiker zu besänftigen, dann kannst du schließlich an einen Punkt gelangen, an dem du anfängst das einzig Wichtige zu glauben, was du für dein Selbstvertrauen benötigst. Du bist genug. Du bist es wirklich. Das ist Tatsache.

Wir sehen uns nächste Woche zu unserer siebten und damit letzten Säule des Glücks – Es geht um Beziehungen.

Weitere Übungen zum Thema Resilienz oder Selbsterkenntnis, findest du in der Mindshine App (iOS or Android). Mit deinem persönlichen Happiness Coach, kann jeder Tag ein kleines bisschen besser werden. Geh raus in die Welt und sei liebevoller zu dir und zu anderen. Versprochen, es wird auch dich so richtig erfüllen.


positivity and happiness

Fünfte Säule des Glücks: Positivität

Unsere fünfte Säule des Glücks scheint dir womöglich ziemlich offensichtlich zu sein – und du fragst dich vielleicht wieso wir sie überhaupt erwähnen. Wieso sagen wir also nicht einfach, dass Positivität ein wichtiger Faktor deines Glücks ist? Die Frage ist aber eher auf welche Art und Weise positives Denken tatsächlich dein tägliches dein Glücksniveau beeinflusst? Und gibt es da irgendetwas, dass wir tun können, um etwas so grundlegendes wie unsere Persönlichkeit, also die Art und Weise wie wir die Welt betrachten, zu verändern? Lies weiter um mehr darüber zu erfahren…

Positivität heißt nicht den Kopf in den Sand zu stecken

Wenn wir über Positivität sprechen, dann ist uns grundsätzlich wichtig darauf hinzuweisen, dass wir Menschen nicht dazu ermutigen wollen, so zu tun als wären sie glücklich, vor allem nicht wenn sie sich nicht danach fühlen. Im Internet oder in Selbsthilfe Büchern finden sich einige Menschen, welche eine Tugend der Art: „Fake it till you make it – Glückseligkeit“ loben.

Genau dafür gibt es jedoch ebenfalls ein Wort. Toxische Positivität. Wissenschaftliche Forschung sowie klinische Erfahrungen deuten nämlich deutlich darauf hin, dass schwierige bzw. negative Gefühle erst einmal akzeptiert und verarbeitet werden müssen, um sie dann hinter uns zu lassen.

Wie Dr. Marsha immer sagt: Wir müssen es zuerst fühlen bevor wir heilen können.

Wir empfehlen somit auf keinen Fall sich ein breites Grinsen ins Gesicht zu setzen und sich immer wieder zu sagen alles sei in Ordnung. Fühlst du dich also aus irgendwelchen Gründen unwohl, ängstlich, verärgert oder niedergeschlagen, dann setzte dich besser mit diesen Gefühlen auseinander und verarbeite sie. Sie sind einfach nur da, um dir zu zeigen, dass du genau diesem Teil von dir etwas Zeit und Aufmerksamkeit schenken solltest. Unverarbeitete Gefühle verschwinden nicht einfach wenn wir sie ignorieren, sie tauchen dann einfach an anderen Stellen unseres Lebens wieder auf und bereiten Probleme, oft dann, wenn wir sie am wenigsten erwarten. Das Folgende ist zwar ein wenig ein Klischee, aber dafür von enormer Wichtigkeit: Es ist vollkommen in Ordnung, nicht in Ordnung zu sein.

In diesem Sinne ist eine positive Einstellung zum Leben eines der mächtigsten Werkzeuge, welches wir entwickeln können, um unser Streben nach täglichem Glück zu verbessern.

Wie macht Positivität uns denn nun glücklicher?

Wie bereits erwähnt, ist es keine große Überraschung, dass Menschen mit einer positiven, optimistischen Einstellung zum Leben sich glücklicher fühlen, als diejenigen mit einer negativen Sichtweise. Bist du damit beschäftigt optimistisch und hoffnungsvoll zu sein, dann ist es viel unwahrscheinlicher, dass du von der Art von negativem Denken heruntergezogen wirst, welche schlussendlich auch zu Traurigkeit und Depressionen führen. An dem alten Song: „When you’re smiling, the whole world smiles with you“ ist also viel Wahres. 

Es hat sich somit gezeigt, dass positives Denken durchaus auch einen positiven Einfluss auf weniger offensichtliche Bereiche unseres Lebens hat.

Zunächst einmal ist zu erwähnen, dass es eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit hat. Positives Denken wirkt sich somit nachweislich positiv auf unser Immunsystem aus. Es hilft uns dabei schneller von Krankheiten zu erholen und hilft uns sogar dabei besser zu lernen. Dies sind alles Dinge und Phänomene, welche das Glücksbarometer in die richtige Richtung lenken.

Negativitäts Vorurteil

Wenn also Positivität und Optimismus so gut und wertvoll für uns sind, was hält uns denn dann bitte davon ab uns ständig so zu fühlen? Und um dies näher zu erläutern nehmen wir dich mit auf eine Reise in die Vergangenheit.

Viele der alltäglichen Verhaltensweisen und Denkmustern, die für uns als Menschen selbstverständlich sind und die wir ohne weiteres nachdenken ausführen, sind das Ergebnis einer jahrtausend langen natürlichen Selektion. Diejenigen Menschen, die von ihren negativen Erfahrungen stark beeinflusst waren und überall eine Gefahr, wie beispielsweise überall bedrohende wilde Tiere sahen, waren tendenziell diejenigen, welche lang genug überlebten und ihre Gene dadurch weitergeben konnten. Bei ihren entspannten Höhlen-Kameraden dagegen kam es jedoch öfters mal vor, dass sie verschlungen wurden. Im Grunde ist es somit ein evolutionärer Vorteil in Situationen das Schlechte zu suchen und dafür zu sorgen, dass das Schlechte was uns selbst, beziehungsweise unseren Mitmenschen widerfährt, einen überproportional großen Einfluss auf uns hat. Wissenschaftler nennen diesen Effekt das sogenannten „Negativität-Vorurteil“. Dieser ist so stark, sodass es für uns bedeutet, dass wir in unserem alltäglichen Leben drei positive Erfahrungen benötigen, um jeder negativen Erfahrung entgegenzuwirken.

Der Tetris Effekt

Der Tetris Effekt

Glücklicherweise sind diese lebensbedrohlichen Gefahren heutzutage nicht mehr ganz so vertreten. Der Negativitäts-Vorurteil, der für unsere Vorfahren sehr gut funktionierte und sie am Leben hielt, ist in der heutigen Welt weitgehend überflüssig geworden. Er stellt nun hauptsächlich nur noch ein Hindernis für unser Glück dar. Glücklicherweise gibt es für uns einen anderen Effekt, den wir nutzen können, um uns gegen das Negativitäts-Vorurteil zu wehren. Der sogenannte „Tetris-Effekt„. Als also Wissenschaftler untersuchten, was in unserem Gehirn passiert, wenn wir Tetris spielen, fanden sie heraus, dass bei Wiederholung von immer denselben Gedankenmustern, diese Gedanken immer weniger anstrengend für das Gehirn werden, um sie auszuführen. Sie werden sozusagen immer automatischer. Studien zeigten außerdem, dass sich während des Experiments tatsächlich Veränderungen in der grauen Substanz zeigten. Wenn also Tetris dein Gehirn verändern kann und bestimmte Aufgaben damit leichter von der Hand gehen und automatischer werden, stell dir dann mal vor was das Wiederholen von Übungen, welche bei dir eine positive Einstellung fördern, für dich tun kann.

Dankbarkeitsübungen erhöhen deine Positivität

Einer der besten Wege Positivität zu üben, ist durch Dankbarkeitsübungen. Indem du dich nun einmal am Tag hinzusetzt und all die Dinge niederzuschreibst wofür du dankbar bist, programmierst du dein Gehirn in dem Sinne um, dass dir in Zukunft noch mehr gute Dinge einfallen, über die du dich freuen kannst. Wenn du am Anfang Schwierigkeiten hast dir Dinge einfallen zu lassen wofür du dankbar bist, dann mach dir erstmal keine Sorgen. Allein der Versuch sich etwas einfallen zu lassen wofür du dankbar bist, reicht schon aus, um dein Gehirn zu verändern. Die Dinge werden von Zeit zu Zeit natürlicher. Genauso wie das Verschieben der kleinen Blöcke auf dem Bildschirm, wenn du Tetris spielst.

3 glückliche Dinge

Der heilige Gral, damit es funktioniert, ist die Wiederholung. Die schlichte Gewohnheit ein Tagebuch zu führen ist somit eine echte Hilfe, um Dankbarkeit zu üben. Dies ist jedoch nicht der einzige Weg. Ich wende beispielsweise jeden Abend ein kleines Spiel an, um mit meinem Partner sowie meinen Kindern am Esstisch Dankbarkeit zu üben. (Sie wissen aber nicht dass wir es aus diesem Grund tun). Abwechselnd nennen wir jeweils drei Dinge, welche uns an diesem Tag glücklich gemacht haben. Für uns alle ist dies von Zeit zu Zeit immer einfacher und automatischer geworden je öfter wir spielten. Mit der Ausnahme meines Zweijährigen, dessen Antwort stets „Kacka“ lautet.

 Tägliches Shout-out

Ein weitere großartiger Dankbarkeits-„Life Hack“ ist ein täglicher „Shout-out“. Mach es dir jeden Tag zur Gewohnheit jemanden, der dir etwas Gutes getan hat, eine Dankbarkeit Nachricht zu senden. Dabei muss es gar nicht um eine große Sache gehen. Schickst du beispielsweise lieber eine Karte oder ein Geschenk? Dann wollen wir dich davon natürlich auch nicht abhalten. Eine einfache kleine Textnachricht, in welcher du Danke sagst, reicht völlig aus, um dich sowie deinem Empfänger glücklich zu machen.

Taten der Freundlichkeit

Kannst du dich daran erinnern, als du das letzte Mal einem Fremden geholfen hast? Erinnerst du dich an das gute Gefühl, das es dir in deiner Brust gegeben hat, nachdem dir ein Lächeln geschenkt wurde und man dir von ganzem Herzen gedankt hat? Hattest du dabei das Gefühl dass das Leben gar nicht so schlecht ist und die Menschen im Großen und Ganzen doch ganz in Ordnung sind? Würdest du dieses Gefühl gerne öfters fühlen? Dann sag einfach ja zu mehr zufälligen Taten der Dankbarkeit. Es ist nämlich erwiesen, dass man sich dadurch selbst positiver fühlt. Die neuesten Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass diese Taten der Dankbarkeit, je häufiger man sie tut, zur Routine werden und sie dadurch aber auch an emotionaler Wirkung verlieren. Einmal pro Woche ist genug.

Affirmation

Schlussendlich haben sich ebenso Affirmationen als extrem nützlich erwiesen, um negative Gedankenmuster in positive zu verwandeln. Einfach positive Affirmationen  über uns selbst schlichtweg zu wiederholen bis wir sie schlussendlich glauben, mag zunächst einmal ein wenig nach Wunschdenken klingen. Nachforschungen sprechen aber dafür, dass dies auch wirklich funktioniert. Damit Affirmationen jedoch den gewünschten Effekt erreichen ist ein gesundes Maß an Selbstwertgefühl gefragt. Wissenschaftler, die Affirmationen in Leuten mit geringen Selbstwertgefühl untersuchten, fanden nämlich heraus, dass sie den gegenteiligen Effekt haben. Grundsätzlich funktionieren Affirmationen nur, wenn wir auch wirklich daran glauben. Dies bringt uns wieder zurück zu unseren Anfangspunkt.

Positivität ist sozusagen eine mentale Superkraft und hat damit einen wohlverdienten Platz in unseren sieben Säulen des Glücks verdient. Sie sollte jedoch auf einer starken Grundlage beruhen. Fütterst du dich also mit falschen positiven Gedanken, obwohl du dich innerlich überhaupt nicht so fühlst, wirst du den gegenteiligen Effekt erreichen, den du eigentlich wolltest.

Weitere Übungen zum Thema Resilienz oder Selbsterkenntnis, findest du in der Mindshine App (iOS or Android). Mit deinem persönlichen Happiness Coach, kann jeder Tag ein kleines bisschen besser werden. Geh raus in die Welt und sei liebevoller zu dir und zu anderen. Versprochen, es wird auch dich so richtig erfüllen.


Säule des Glücks #4 : Resilienz

Das Leben läuft nicht immer wie geschmiert, egal wie hart wir an uns selbst arbeiten. Manchmal geht einfach alles den Bach runter. Okay, nehmen wir uns mal wirklich die Säulen-Metapher vor, denn für was sind Metaphern sonst da… Stelle dir vor, dein Glück wird gehalten von diesen sieben Säulen und ein paar von ihnen bröckeln und verlieren ihre Stärke. Dein Glaube an dich selbst fängt an zu bröckeln, deine Produktivität geht in die Brüche, du verlierst deine Achtsamkeit und die Fähigkeit, im Jetzt zu leben, du machst dir Gedanken über die Zukunft und siehst zurück auf bessere Zeiten in der Vergangenheit. Ich schätze, du kannst dir wahrscheinlich denken, worauf ich hinaus will. Ohne den starken Kern der Resilienz in der Mitte kann das Ganze zusammenbrechen. Die Resilienz ist deine Hausversicherung.

Die 7 Säulen des Glücks

Was ist Resilienz?

Zufriedenheit kann durch viele Dinge generiert werden, aber um ein nachhaltig glückliches Leben aufzubauen, musst du unbedingt in der Lage sein, mit den Hindernissen umzugehen, die ohne Zweifel auf dich zukommen werden. Das ist Resilienz. Die Fähigkeit, es durch die harten Zeiten zu schaffen, ohne deinen Elan zu verlieren, und nach den Rückschlägen des Lebens besser zu werden, als du vorher warst.

Wie macht Resilienz uns glücklicher?

Studien mit unteranderem koreanischen Krebspatienten, saudischen Medizinstudenten und katalanischen Psychologiestudenten haben gezeigt, dass es eine Verbindung zwischen der Resilienz und der Lebenszufriedenheit gibt. Aber die wichtigste Art, wie Resilienz uns hilft, ein glücklicheres Leben zu führen, besteht im Wesentlichen nicht darin, Zufriedenheit zu verursachen, sondern Unzufriedenheit zu minimieren. Es ist schwer, zufrieden zu sein, wenn jeder Rückschlag dich aus dem Takt bringt. Widerstandsfähige Menschen stoßen in ihrem Leben auf die gleiche Menge an Schwierigkeiten und Ärger wie der Rest von uns, sie überstehen es aber einfach mit weniger Schmerzen und Leid und sind wieder schneller auf den Beinen. Aber wie machen sie das?

Resilienz kann trainiert werden

Resilienz kann trainiert werden

Zum Glück ist Resilienz nicht etwas, mit dem wir einfach geboren werden. Es ist eine Reihe an Fähigkeiten. Und das Tolle an Fähigkeiten ist, dass man sie erlernen kann. Genau wie Push-Ups deine Arme stärker machen, gibt es Dinge, die du üben kannst, die dir die mentale Fähigkeit geben, besser mit herausfordernden Situationen in deinem Leben umgehen zu können. Tatsächlich sind einige dieser Dinge Liegestütze.

Körperliche Betätigungen erhöhen die Resilienz

Regelmäßiger Sport hält dich nicht nur physisch fit und gesund, sondern Beweise scheinen auf die Tatsache hinzuweisen, dass es uns auch emotional stärker macht. Menschen, die regelmäßig Sport machen, trainieren ihr Gehirn darauf, die gleichen Arten von körperlichen Gefühlen zu erkennen und damit umzugehen, die wir empfinden, wenn wir unter Stress stehen, wie erhöhter Puls, Schwitzen oder schnelle Atmung. Wenn wir diese Empfindungen kennen, macht es das viel einfacher, mit ihnen umzugehen, wenn wir aus heiterem Himmel auf sie stoßen.

Mentale Fitnessübungen unterstützen die Resilienz

Es gibt alle möglichen Übungen, die wir mit unserem Gehirn machen können, die auch gezeigt haben, dass sie die Resilienz erhöhen. Zu lernen, wie man negative Erfahrungen neu konzeptualisieren kann und sie in eine Lernchance umwandeln kann, hat große Vorteile. Ebenso wie zu lernen, eine positivere Einstellung zu entwickeln und die positiven Aspekte zu sehen. Du findest eine große Auswahl an Übungen in den kostenlosen Bereichen der Mindshine App, um diese Fähigkeiten zu entwickeln.

Achtsamkeit macht uns widerstandsfähig

Aber eine der faszinierendsten Entdeckungen im Bereich der Resilienz war, dass mentale Stärke anscheinend mit der sanftesten Methode trainiert werden kann: Achtsamkeit. Achtsamkeitstechniken zu erlernen, schwächt mentale Verbindungen, die sonst dazu führen, dass wir uns in unserem Unglück suhlen. Eine andere interessante Studie hat vor Kurzem gezeigt, dass Achtsamkeit uns hilft, mehr Mitgefühl für uns selbst zu haben, was die Widerstandsfähigkeit erhöht, indem wir uns weniger oft über Misserfolge und Fehler ärgern.

Da haben wir es also. Resilienz – unsere vierte, zentrale und wahrscheinlich wichtigste Säule, und eine Fähigkeit, die sich auszahlt, wenn du im Alltag an ihr arbeitest. Widerstandsfähig zu sein, generiert vielleicht nicht die meiste Zufriedenheit, aber es ist das, was dich auch dann noch lächeln lässt, wenn es Hart auf Hart kommt. 

Weitere Übungen zum Thema Produktivität oder Selbsterkenntnis, findest du in der Mindshine App (iOS or Android). Mit deinem persönlichen Happiness Coach, kann jeder Tag ein kleines bisschen besser werden. Geh raus in die Welt und sei liebevoller zu dir und zu anderen. Versprochen, es wird auch dich so richtig erfüllen.


Mindfulness

Dritte Säule des Glücks: Achtsamkeit

Das Geheimnis dem Glück ist… aufmerksam zu sein.

Diese Woche werden wir über die #3 Säule des Glücks sprechen – Achtsamkeit. Was ist das? Wie trägt es zur Zufriedenheit bei? Wie können wir achtsamer sein? Werden wir Räucherstäbchen brauchen? Lies weiter, um das herauszufinden…

Ist Achtsamkeit nur ein anderes Wort für Meditation?

Bist du schon mal beim Sport total in deinem Element gewesen? Hast du dich jemals völlig auf die Aromen und die Textur eines Bissens konzentriert? Du warst achtsam. Im Wesentlichen bedeutet Achtsamkeit, aufmerksam zu sein.

Die meisten Menschen stoßen auf den Begriff „Achtsamkeit“ im Zusammenhang mit Meditationsübungen. Und Meditationsübungen sind definitiv eine Methode, um Achtsamkeit zu üben oder bewusster zu werden. Aber das ist noch nicht alles. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um Achtsamkeit zu üben. Durch die Art und Weise, wie wir essen, arbeiten oder unseren Körper bewegen. Und sogar durch das Atmen.

Jon Kabat-Zin, der Gründer der modernen Achtsamkeitsbewegung, sagt:

„Achtsamkeit ist das Bewusstsein, das entsteht, wenn man im gegenwärtigen Moment absichtlich und unvoreingenommen aufmerksam ist.”

Das klingt ziemlich einfach, aber wie jeder Meditations-Anfänger dir sagen wird, kann es sich ziemlich anstrengend anfühlen, diese Art von Absicht für mehr als ein paar Sekunden aufrechtzuerhalten. Unser Gehirn ist speziell heutzutage durch Smartphones und das moderne Leben darauf trainiert, ohne Pause von einem Gedanken zum nächsten zu huschen. Dadurch finden wir es extrem schwer, einen Gang herunterzuschalten und uns zu fokussieren. Wenn man dich bittet, dass du dich auf die Empfindungen konzentrierst, die beim Atmen passieren, träumst du schon bald von deinem nächsten Urlaub oder singst ein kleines Liedchen in deinem Kopf oder denkst über einen Ex nach, bevor du überhaupt bemerkst, was du tust. Wenn es also so ein großes Problem ist, warum sollte man sich die ganze Mühe machen? Was kann man von all dieser Aufmerksamkeit gewinnen?

Wie macht Achtsamkeit uns glücklicher?

puddingcreme

Die gesundheitlichen Vorteile von Achtsamkeitsübungen sind umfangreich und gut dokumentiert. Die Auswirkungen wurden überall auf der Welt getestet, von tibetischen Klöstern über Gefängnisse bis hin zu US-Marinesoldaten. Es hat sich gezeigt, dass es unteranderem Stress reduziert (und wir alle wissen, wie schlecht der für uns ist), den Schlaf verbessert, Ängste reduziert, den Blutdruck senkt, bei chronischen Schmerzen hilft und sogar unser Immunsystem verbessert. Wir sollten also wirklich versuchen, ein paar Achtsamkeitsübungen in unsere tägliche Routine zu integrieren, auch wenn wir nur körperlich gesünder sein und länger leben möchten. Aber wie macht Achtsamkeit uns wirklich zufriedener?

Nun ja, das Hauptziel der Achtsamkeit ist, im Jetzt zu sein. Die Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt zu richten und den Moment vollständig zu erleben. Wenn es ein glücklicher Moment ist, wenn du zum Beispiel im See schwimmst oder Puddingcreme naschst oder wenn du deiner Lieblingsband auf der Bühne zusiehst, dann ist offensichtlich, wie du durch mehr Aufmerksamkeit und ein vollständiges Eintauchen in die Erfahrung mehr von dem darin enthaltenen Glück erfahren kannst. Aber indem wir einfach unser Gehirn trainieren, aufmerksamer zu sein und das unparteiisch und ohne Beurteilung zu tun, begeben wir uns in eine Machtposition. Wir werden besser darin, uns nicht mehr von Gedanken mitreißen zu lassen, und können uns aussuchen, worauf wir uns konzentrieren wollen.

Wir können anfangen, uns auf all die kleinen Dinge in unserem Leben zu konzentrieren, die uns glücklich machen. Die Katze an der Ecke, die immer zum Streicheln vorbeikommt. Die Art und Weise, wie Eiscreme sich anfühlt, wenn es auf der Zunge schmilzt. Die Blumen im Park. Die Kühle auf der anderen Kissenseite. Achtsamkeit bringt Dankbarkeit für die Fülle in unserem Leben mit sich, wenn wir es in unseren Alltag integrieren. Dadurch können wir lernen, erfüllter und interessierter zu leben und weniger in unseren Gedankengängen gefangen zu sein.

Achtsamkeit hilft uns, Unzufriedenheit zu vermeiden

Indem wir üben, im Jetzt zu sein, hilft uns die Achtsamkeitsübung auch, zwei Dinge zu vermeiden, die garantiert das Gegenteil von Glück bringen: Sich um die Zukunft Sorgen zu machen und in der Vergangenheit zu verharren. Die Buddhisten, die das ein oder andere über Achtsamkeit wissen, haben einen Ausdruck für dieses unachtsame Abschweifen: Monkey Mind. Wenn unser Monkey Mind die Kontrolle hat, wechseln wir zwischen Erinnerungen und Vorstellungen, wir stürzen uns in Höhenflüge voller „was wäre, wenn“ und „wenn ich doch nur“. Aber in Bedauern zu schwelgen oder sich nach einer unbekannten Zukunft zu sehnen, führt dazu, dass wir in einem ständigen Zustand der Unzufriedenheit leben. Wir sind im Jetzt nicht zufrieden, weil wir uns wünschen, die Dinge wären in der Vergangenheit anders gelaufen, und wir haben nicht das, was wir uns für die Zukunft wünschen. Die Achtsamkeit ist ein Weg, um anzuhalten und an den Blumen zu riechen.

Achtsamkeit erhöht die Resilienz

Achtsamkeitsübungen haben in verschiedenen Studien gezeigt, dass sie unsere Widerstandsfähigkeit erhöhen. Das ist unsere Fähigkeit, mit Stress und Rückschlägen umzugehen und wieder auf die Beine zu kommen. Nächste Woche werden wir uns im Blogpost noch viel genauer damit beschäftigen, da die Resilienz Säule #4 des Glücks ist. Aber es genügt zu sagen, dass die Widerstandsfähigkeit das A und O ist, wenn es darum geht, Unzufriedenheit zu vermeiden. Und wenn du widerstandsfähiger sein möchtest, sind Achtsamkeitsübungen eine gute Methode, um das zu erreichen.

Wie können wir also achtsamer sein?

In einem Wort: Übung.

Die gute Nachricht ist, dass unser Gehirn dank etwas kleinem namens „Neuroplastizität“ genau wie unsere Muskeln trainiert werden können. Und die Beweise für die Auswirkungen der Achtsamkeitsübungen sind erstaunlich. Meditationsübungen haben gezeigt, dass sie die graue Substanz in Gehirnbereichen erhöht, die in Verbindung mit Freude und Genuss, Emotionsregulation und Perspektivenübernahme stehen. In manchen Studien haben Gehirn-Scans sogar gezeigt, dass sie die Amydgala verkleinern – das ist der Bereich, der für die Angst und die Kampf-oder-Flucht-Reaktion verantwortlich ist – und den präfrontale Cortex verdicken. Das ist der Bereich, der mit Funktionen höherer Ordnung, wie Entscheidungsfindung und Konzentration, assoziiert wird.

Es fühlt sich vielleicht so an, als würdest du nichts tun, aber es macht tatsächlich einen großen Unterschied in der Art und Weise, wie du denkst und reagierst. Und wie wir inzwischen wissen, hat das viel mehr Einfluss auf dein Zufriedenheitslevel als deine Umstände. Da haben wir es also. Achtsamkeit, unsere Säule #3. Übe mehr in deinem Leben. Wache auf und rieche wirklich den Kaffee, und merke dann, wie er schmeckt und wie er sich in deinem Mund anfühlt. Probiere unsere kostenlose Meditation für Anfänger in der Mindshine App aus. Gehe spazieren und fühle jeden Sinneseindruck. Sei aufmerksamer. Du hast nur dieses eine Leben. Verpasse es nicht!

Weitere Übungen zum Thema Produktivität oder Selbsterkenntnis, findest du in der Mindshine App (iOS or Android). Mit deinem persönlichen Happiness Coach, kann jeder Tag ein kleines bisschen besser werden. Geh raus in die Welt und sei liebevoller zu dir und zu anderen. Versprochen, es wird auch dich so richtig erfüllen.


Zweite Säule des Glücks: Produktivität

Letzte Woche hast du über unsere erste Säule des Glücks erfahren: Selbstwahrnehmung. Diese Woche soll es um unsere zweite, gleichzeitig aber auch unsere am wenigsten attraktivste Säule des Glücks: Produktivität

Aber was haben denn bitte Produktivität und Glück gemeinsam?

Was hat Produktivität mit Glück zu tun?

Okay, seien wir einmal ehrlich, Produktivität ist jetzt nicht das erste was in den Sinn kommt, wenn wir an Glück denken. Warum also bewerten wir die gute alte Produktivität als wichtig genug, um sie in unsere 7 Säulen des Glücks mit aufzunehmen? Und bevor du loslegst… nein das liegt nicht daran, dass wir Deutsch sind!

Vor kurzem zeigte sich in einem Haufen von Studien, dass Glück dazu beiträgt Menschen produktiver zu machen. Bis zu 13% produktiver laut einer Studie der Oxford Universität. Aber können wir das Ganze auch umgekehrt annehmen? Führt also produktiv zu sein, gleichzeitig auch zu mehr Glück? Und wenn ja, schaffen wir es deine Produktivität zu verbessern und damit gleichzeitig auch dein alltägliches Level an Glück?

Ja und nochmal Ja. Lies also weiter, um zu erfahren, wie auch du das schaffst.

Produktivität ist ein wichtiger Treiber von Erfolg und Motivation

Der vielleicht offensichtlichste Punkt, in welchem Produktivität zu Glück führt, ist der, dass es sich gut anfühlt produktiv zu sein. Wer kennt ihn nicht…

den kleinen Freudenskick, den du durch das Abhaken einer bestimmten Sache deine ToDo Liste hast?

Aufgaben erledigen zu müssen, welche längst überfällig sind, kann ein schreckliches Gefühl sein. Um in Fahrt zu kommen, um diese Aufgaben endlich einmal anzufangen kann eine große Herausforderung darstellen. Sobald du jedoch einmal in den Machermodus gelangst, und damit anfängst die Dinge auch zu erledigen, gibt dir dies ein Gefühl der Stärke und des Erfolgs. Die Aktion an sich lässt uns im inneren gut fühlen.

Dieser Effekt tritt nicht nur auf, weil wir gewissenhaft sind und es lieben Dinge geregelt zu bekommen. Damit wir unsere anstehenden Aufgaben auch wirklich erledigen, hat sich die Natur dabei etwas raffiniertes ausgedacht. Um uns anzuspornen, wenn es etwas zu erledigen gibt, bedient sich unser Gehirn der Hilfe unseres eigenen inneren Drogenhändlers. Gutes Verhalten führt dazu, dass Wohlfühl-Neurochemikalien ausschüttet werden, um uns zu belohnen.

Jedes Mal, wenn unsere Gehirn einen Erfolg verspürt, ob im kleinen oder im großen Stil, wird der Neurotransmitter Dopamin ausgeschüttet. Dieser ist eng mit Gefühlen von Freude, Motivation und Lernen verbunden. Er führt dazu, dass wir uns gut fühlen und verstärkt damit gleichzeitig unser Verlangen, diese erfolgsbringende Handlung wieder zu tun, um einen weiteren Kick zu bekommen.

(Im Wesentlichen geht es somit darum) Wir können es auf folgendes herunterbrechen: Wir werden nach einem Verhalten süchtig, welches wir benutzt haben, um die Belohnung zu erhalten.

Es sind die gleichen Mechanismen, die ablaufen, wenn wir uns nach einer Zigarette oder einem weiteren Spiel auf unserem Handy sehnen. Wenn wir das Ganze jedoch als eine „Sucht“ in Bezug auf Produktivität betrachten, eine Sucht, welche uns mehr Dinge schaffen lässt und wir lernen den Prozess zu genießen, dann ist das eine Sucht mit welcher wir vollkommen (mehr als) okay sind.

Produktivität bringt dir Sinn

Aber warte einen Moment. Gehe nicht gleich los, um dein Tagebuch vollzuschreiben. Bei diesen Produktivitätssachen gibt es ein großes „Aber“. Verwechsle Produktivität nicht mit Überlastung. Heutzutage gibt es kein Gespräch ohne eine ganze Menge angeben damit, wie „unglaublich beschäftigt” wir sind. Lauf dir die Hacken ab! Keine Zeit für nichts! Das ist nicht Produktivität. Das bedeutet, dass du zu viel zu tun hast. Was wir bei der Produktivität wollen, ist, viele Dinge zu tun, aber mit einem Sinn dahinter. Als Studien dazu gemacht wurden, was uns über die Jahre hinweg glücklich macht, tauchte eine Sache immer und immer wieder auf: Einen Sinn im Leben zu haben. Wenn wir das Gefühl haben, dass wir einen Grund haben, warum wir morgens aufstehen, und noch besser, wenn dieser Grund mit den Grundwerten übereinstimmt, die uns wichtig sind, erreichen wir ein größeres Wohlbefinden. Es ist nicht wirklich wichtig, was wir tun, solange es uns das Gefühl gibt, dass wir etwas Sinnvolles tun. Wir fühlen uns gebraucht, nützlich und als Teil von etwas. Wenn wir produktiv sind, bewegen wir Dinge nach vorne.

Produktivität fördert das Wachstum

Wenn wir produktiv sind und viele Dinge mit einem Sinn dahinter erledigen, wachsen wir. Wir bewegen uns mit unseren Zielen vorwärts. Und neben dem Gefühl, mehr positive als negative Emotionen zu empfinden, ist dies der andere Faktor, an dem das Glück gemessen wird. Wenn wir mit dem Verlauf unseres Lebens zufrieden sind und wir bei unseren Zielen Fortschritte machen, bringt es uns messbares Glück, und Produktivität bewegt uns in diese Richtung.

Produktivität bedeutet mehr Zeit

Schließlich macht Produktivität es uns möglich, in weniger Zeit das zu erreichen, was wir erledigen müssen. Und das gibt uns mehr Zeit – die eine Sache, die selbst Milliardäre nicht kaufen können. Und was kannst du mit all dieser zusätzlichen Zeit tun? Was auch immer dich glücklich macht. Arbeite an deinem Hobby oder mach es zu einem Nebenerwerb, geh laufen, mach ein bisschen Yoga, mach früher Feierabend und spiele mit deinen Kindern, triff dich mit Freunden, mach Urlaub. Das sind alles Dinge, die glücklich machen.

Wie du produktiver wirst

An diesem Punkt hast du hoffentlich deine Vorstellungen zur Produktivität geändert und fragst dich, wie du mehr davon in deinem Leben haben kannst. Nun ja, wundere dich nicht länger. Hier sind unsere schnellen und einfachen Tipps, wie man produktiver wird.

Setze Prioritäten/Zeitmanagement

Zeitmanagement

Wir sind alle extrem beschäftigt. Wir alle haben jeden Tag viel mehr zu tun, als wir praktisch erledigen können. Zerbrich dir aber nicht den Kopf und mach dich nicht selbst fertig, weil du nicht alles erledigen kannst. Versuche stattdessen, deinen Tag auf Grundlage der verfügbaren Zeit zu planen, die du wirklich hast, und nicht auf Grundlage dessen, was du gerne erledigen würdest. Wir haben eine tolle, kostenlose Übung in der App, die sich “Plane deinen Tag rückwärts” nennt, die dich durch die erforderlichen Schritte führt.

Listen und Micro Tasks

Sobald du deine Liste mit Dinge hast, die in der verfügbaren Zeit machbar sind, breche all diese Aufgaben in viel kleinere Aufwandseinheiten auf (wir nennen sie „Micro Actions“) und hake sie dann jeweils ab, wenn du sie erledigt hast. Das macht nicht nur den Anfang jeder Arbeit weit aus weniger einschüchternd, sondern erhöht auch massiv die Dopamin-Ausschüttung, weil du bei jedem noch so kleinen Erfolg, den dein Gehirn wahrnimmt, gratis eine bekommst.

KEIN Multitasking

KEIN Multitasking

Wir alle denken, wir sind heutzutage Multitasking-Ninjas, und das Homeoffice macht die Dinge nur schlimmer. Hast du dich auch schon dabei ertappt, wie du einen Artikel liest, während du einen Podcast hörst, während du eine E-Mail schreibst, während du das Essen für deine Kinder kochst, während du auf Ebay shoppst? Aber rate mal, was die Forschung sagt? Mehr als eine Sache auf einmal zu machen, schadet unserer Produktivität stark. Laut einer Studie der Universität London sinkt unser IQ um zehn Punkte, wenn wir mehrere Sachen gleichzeitig machen. Das ist so, wie wenn man eine Nacht nicht schläft.

Pomodoro

Pomodoro-Technik

Entwickelt von Francesco Cirillo in den späten 80ern. Diese Produktivitätstechnik, die nach der Tomaten-förmigen Küchenuhr benannt ist, wurde designt, um unsere Arbeitszeit in kleine Konzentrationsabschnitte, gefolgt von kurzen Pausen zu unterteilen. In der traditionellen Version erledigt man 25 Minuten konzentrierte Arbeit, gefolgt von einer 3-5 minütigen Pause, mit einer längeren halbstündigen Pause nach jedem vierten Arbeitszyklus. Du kannst gerne die Zeiten an deinen Arbeitsbedarf anpassen, aber kurze erzwungene Pausen haben sich als sehr effektiv erwiesen, um deine Aufmerksamkeit zu steigern und damit mehr erledigen zu können.

Und schließlich und wahrscheinlich am wichtigsten: Konzentriere dich auf den Weg, nicht auf das Ziel. Wenn wir uns Ziele setzen und unsere Zufriedenheit davon abhängt, ob wir sie erreichen oder nicht, begrenzen wir unsere Kapazität für Zufriedenheit. Wie James Clear so schön in seinem Bestseller-Buch „Atomic Habits“ aufzeigt: Wenn du den Schaffensprozess genießt anstatt das Erledigten von Dingen, hast du dir selbst eine Zufriedenheits-generierende Maschine erschaffen:

„Wenn du dich in den Prozess verliebst anstatt in das Ergebnis, musst du nicht darauf warten, dir selbst die Erlaubnis zu geben, glücklich zu sein. Du kannst zufrieden sein, wann immer du aktiv bist.“

Weitere Übungen zum Thema Angst, Burnout oder Angst vor der Rückkehr ins Büro, findest du in der Mindshine App (iOS or Android). Mit deinem persönlichen Happiness Coach, kann jeder Tag ein kleines bisschen besser werden. Geh raus in die Welt und sei liebevoller zu dir und zu anderen. Versprochen, es wird auch dich so richtig erfüllen.


happiness pillar 1: self awareness

Die sieben Säulen des Glücks: #1 Selbsterkenntnis

Wer nach außen schaut, träumt; wer nach innen schaut, erwacht. – Carl Jung

Check yo self before you wreck yo self. – Ice Cube

Die sieben Säulen des Glücks: #1 Selbsterkenntnis

Alles, was wir bei Mindshine tun, wird mit einem Ziel vor Augen erstellt; dir die Werkzeuge zu geben, um ein glücklicheres Leben zu führen. Diese Werkzeuge basieren auf den sieben Hauptbereichen, von denen wir glauben, dass sie der Schlüssel zur Zufriedenheit sind. Wir nennen sie die „Die sieben Säulen des Glücks“. Über die nächsten sieben Wochen werden wir eine nach der anderen durchgehen und starten mit Glücks-Säule Nummer 1 – Selbsterkenntnis. Möchtest du wissen, warum Selbsterkenntnis grundlegend für das Glücklichsein ist und wie du davon mehr erlangen kannst? Lies weiter…

Suche in dir nach den Antworten

Heutzutage fixieren wir unsere Aufmerksamkeit so ziemlich jede Sekunde auf etwas oder irgendwo außerhalb von uns selbst. Das ist wirklich kaum überraschend. Wir haben einen kleinen Bildschirm in unserer Tasche, der es uns ermöglicht, jede Information herauszufinden, die wir von ihm verlangen. Er lässt uns Spiele spielen, Fotos von jedem ausspionieren, den wir kennen, und von Millionen von Menschen, die wir nicht kennen, er kann jedes Lied abspielen, und uns beibringen, wie man alle Musikstücke spielt. Er erlaubt es uns, Fotos zu machen, Filme zu drehen, Filme zu schneiden, Textnachrichten an jeden beliebigen Menschen auf der Welt zu schreiben, einzukaufen, fernzusehen und gelegentlich sogar mit unseren Freunden zu reden. Worauf zur Hölle sollen wir sonst unsere Aufmerksamkeit legen? Die meisten von uns haben solch einen unersättlichen Appetit für mehr und mehr Informationen und einen so unerschöpflichen Vorrat an besagten Informationen zur Hand, dass wir nie darüber hinaus schauen.

Wir sind extrem vertieft in die Außenwelt. Und wenn wir in unserem Leben Problemen begegnen, googeln wir nach einer Antwort, bestellen ein Buch auf Amazon, oder lesen einen Blogartikel. Irgendjemand da draußen kennt die Antwort, richtig? Wir suchen und suchen und lesen und lesen, und dort bleiben die meisten von uns stecken – in der Außenwelt. Das ist unser Verstand, der den Fokus auf uns selbst verliert und der unserer inneren Erfahrung ausweicht. Er unterdrückt die Angst, die mit dem Blick in uns selbst einhergeht. Er vermeidet die wirkliche innere Arbeit, die wir an uns selbst leisten müssen, um echte Veränderungen in unserem Leben vorzunehmen.

Was ist Selbsterkenntnis?

Was ist Selbsterkenntnis?

Einfach ausgedrückt, ist Selbsterkenntnis die Fähigkeit, uns selbst klar zu sehen. Es ist die Fähigkeit, unsere Gedanken und Gefühle, Hoffnungen und Träume zu verstehen, und unsere Stärken, Schwächen, Leidenschaften und Werte zu kennen. Dr. Tasha Eurich, Bestsellerautorin und eine der Organisationspsychologinnen hinter einer vierjährigen Studie über Selbsterkenntnis, unterteilt sie in zwei grundlegende Typen. Interne und externe. Sie sind in der folgenden Tabelle aus der Harvard Business Review hilfreich aufgeschlüsselt.

Dr. Tasha Eurich

Sie hebt besonders hervor, dass der eine Typ nicht besser ist als ein anderer und dass die glücklichsten und erfolgreichsten Menschen in ihrer Studie aktiv versuchten, ein Gleichgewicht zwischen beidem zu finden. Aber warum ist es überhaupt so wichtig, sich selbst zu kennen?

Wie führt Selbsterkenntnis zu mehr Zufriedenheit?

Selbsterkenntnis ist wie eine Superkraft bei der persönlichen Entwicklung. Eine ganze Reihe von psychologischen Studien haben bewiesen, dass das Trainieren der Selbsterkenntnis mit allen möglichen wünschenswerten Ergebnissen positiv in Verbindung steht. Es hat sich gezeigt, dass es uns proaktiver macht, unsere Akzeptanz erhöht und die positive Selbstentwicklung fördert (Sutton 2016). Es hilft uns, bessere Entscheidungen zu treffen (Ridley, Schutz, Glanz, & Weinstein, 1992). Es macht uns besser in unseren Jobs (Sutton, Williams, & Allinson, 2015) und verbessert unsere Selbstbeherrschung, Produktivität, Kreativität und unser Selbstbewusstsein (Silvia & O’Brien, 2004). Aber wie macht es uns glücklicher?

Kenne deinen Standpunkt

Jeder Versuch, dein tägliches Zufriedenheitsniveau zu erhöhen, muss irgendwo beginnen. Und wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, wird der Anfang schwierig sein.

Kenne deine Ziele

Was macht dich glücklich? Wenn du die Antwort zu dieser Frage kennst, wirst du eine viel bessere Chance haben, einen Plan zu formulieren, wie du mehr davon in deinem Leben bekommen kannst. Aber rate mal, an was du arbeiten musst, um das herauszufinden… du hast es erraten! Selbsterkenntnis.

Kenne deine Stärken

Wenn du verstehst, was du von Natur aus gut kannst, wirst du in der Lage sein, deine Lebensentscheidungen in die Richtung zu lenken, in der du einen eingebauten Vorteil hast. Du wirst die Arbeit genießen, weil sie dir leichtfallen wird, und du wirst Leute beeindrucken und vorankommen. All diese Dinge erzeugen Glücksgefühle.

Kenne deine Schwächen

Zu wissen, was du nicht so gut kannst, ist ebenfalls eine riesige Hilfe bei der Suche nach Zufriedenheit. Das ermöglicht es dir, Situationen zu vermeiden, die nicht zu dir passen, und, was noch wichtiger ist, es gibt dir eine gute Vorstellung von den Bereichen in deinem Leben, von denen du am meisten profitieren kannst, wenn du an ihnen arbeitest, was dich zu einem potenziell vielseitigeren Menschen macht.

Kenne deine Muster

Je bewusster du bist, desto wahrscheinlicher ist es, dass du die Muster in deinem Leben erkennen wirst, die zu unerfreulichen Ergebnissen führen. Du wirst anfangen, Dingen zu bemerken, die dazu neigen, schwierige Emotionen in dir auszulösen – und Wissen ist Macht. Sobald du beginnst, diese Dinge über dich selbst zu verstehen, kannst du daran arbeiten, sie zu verbessern.

Kenne deine Grundwerte

Eins der wichtigsten Dinge, die du tun kannst, um das Glück in deinem Leben zu steigern, ist, ein zielgerichtetes Leben zu führen, das mit deinen Grundwerten übereinstimmt. Wenn du weißt, was dir tief im Inneren wichtig ist, und du das zum Grund für das machst, was du tust, erhöhst du deine Chancen enorm, mit deinen Entscheidungen zufrieden zu sein.

Kenne deine Umstände

Wenn wir uns bewusst sind, wie wir vorankommen, wenn wir uns selbst im Auge behalten und unsere Fortschritte auf dem von uns gewählten Weg messen, machen wir uns nicht nur selbst glücklich durch das Erreichen von Zielen, sondern wir gewinnen auch die Fähigkeit, unseren Kurs präziser zu steuern, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass wir unser Ziel erreichen.

Kenne deine Neigungen

Neben all den guten, tugendhaften, vernünftigen Zufriedenheitsfaktoren hilft uns die Selbsterkenntnis auch, einfach zu wissen, was uns Freude bereitet. Und wenn wir wissen, was wir mögen, können wir die Art Entscheidungen treffen, die richtig für uns sind. Vermeide die Partys, zu denen du nicht gehen möchtest, verbringe mehr Zeit in Jazzclubs oder mache Handarbeit oder lese Fantasybücher. Schwimme nicht mit dem Strom. Wenn du weißt, was du wirklich magst, dann tue es, und du wirst glücklicher damit sein.

Wie du bewusster wirst

Wenn du also Veränderungen in deinem Leben vornehmen möchtest – und da du das liest, gehe ich davon aus, dass du zumindest ein flüchtiges Interesse an diesem Thema hast – weißt du, dass der erste Schritt darin besteht, deine Selbsterkenntnis aufzubauen. Wahrscheinlich liest du das gerade und denkst: „Ich bin eigentlich ziemlich bewusst. Das ist nicht mein Problem.” Woher weiß ich das? Na ja, denn laut neuesten Forschungen denken wir alle, dass wir uns unserer selbst bewusst sind. Leider hat die gleiche Studie herausgefunden, dass nur 10-15% von uns wirklich die Kriterien erfüllen.

Wenn du versuchst, an deiner Selbsterkenntnis zu arbeiten, hast du viel Arbeit vor dir. Selbsterkenntnis ist sehr schwer zu erreichen. Es ist VIEL einfacher, in unseren Köpfen zu bleiben, als uns selbst klar zu betrachten, denn wenn wir uns selbst wirklich genau anschauen, kann unser Selbstbewusstsein regelrecht einstürzen. Die ungefilterte Wahrheit über uns selbst ist oft unbequem, besonders wenn wir sie aus der Perspektive anderer Menschen sehen. Aber wie man so schön sagt: Am Ende wird die Wahrheit dich befreien. Hier sind ein paar Möglichkeiten, wie du die harte Arbeit erledigen und mehr Selbstbewusstsein gewinnen kannst:

FÜHRE TAGEBUCH

Dich mit Stift und Papier hinzusetzen und einfach über dein Leben zu schreiben, ist eine großartige Möglichkeit, dich selbst kennenzulernen. Nimm dir jeden Tag ein paar Minuten, um einfach deine Gedanken auf Papier zu bringen. Du wirst vielleicht erstaunt sein, was du alles über dich selbst erfährst. Ein toller Tipp von Eurichs Studie ist, dir selbst Fragen zu stellen, die mit „Was”, anstatt mit „Warum” anfangen. „Was muss ich tun, um das zu ändern?”, anstatt: “Warum ist mir das passiert?”

FRAGE NACH FEEDBACK

Warum fragst du nicht die Menschen, die die meiste Zeit mit dir verbringen, was sie von dir halten, wenn du versuchst, dich selbst kennenzulernen? Schließlich müssen deine Freunde, Familie und Kollegen die seltsamen Muster oder Stärken über die Jahre bemerkt haben. Sei aber vorsichtig. Frage Menschen, deren Meinung du schätzt, und werde nicht sauer, falls du Dinge gesagt bekommst, die dir nicht besonders gefallen. Ihre Ehrlichkeit ist ein Geschenk. Schätze ihr Feedback, solange es konstruktiv ist. Das ist keine Kritik. Sie arbeiten mit dir an deiner Weiterentwicklung. Sie meinen es gut mit dir. Wenn sie sich nicht für dich interessieren würden, wäre es viel einfacher, der Frage auszuweichen und zu sagen: „Alles ist in Ordnung.”

ACHTSAMKEIT/MEDITATION

Dieser Punkt ist ganz klar; es entstehen eine ganze Reihe von geistigen und körperlichen Vorteilen. Es beruhigt Ängste, es ordnet deine Gedanken und ermöglicht es dir, mit dir selbst auf einer tieferen Ebene in Kontakt zu kommen, und es ist KOSTENLOS.

THERAPIE

Sich hinzusetzen und lange über das eigene Leben nachzudenken und zu reden, ist ein Privileg. Es ist ein Geschenk an dich selbst. Wenn du es dir leisten kannst, ist es ein toller Weg, deine Selbsterkenntnis zu entwickeln.

MINDSHINE

Wir bieten eine große Auswahl an Selbsterkenntnis-Übungen in unserer App an, damit du an dir selbst arbeiten kannst. Lade sie herunter und probiere es aus!

Da haben wir es also. Selbsterkenntnis; unsere Zufriedenheits-Säule #1. Es gibt kaum bessere Möglichkeiten, seine Zeit zu investieren, als sich selbst besser kennenzulernen. Ungeachtet der Tatsache, dass die Vorteile (wie dieser Artikel sie beschreibt) fast endlos sind, möchtest du nicht den Rest deines Lebens mit einem Fremden verbringen. Nächste Woche werden wir eintauchen in die Zufriedenheits-Säule #2, Produktivität.

Weitere Übungen zum Thema Angst, Burnout oder Angst vor der Rückkehr ins Büro, findest du in der Mindshine App (iOS or Android). Mit deinem persönlichen Happiness Coach, kann jeder Tag ein kleines bisschen besser werden. Geh raus in die Welt und sei liebevoller zu dir und zu anderen. Versprochen, es wird auch dich so richtig erfüllen.


Angst vor Rückker ins Büro

Angst vor der Rückkehr ins Büro

Hast du Angst vor der Rückkehr ins Büro? So fühlst du dich zuversichtlicher dabei.

Fürchtest du dich davor, zurück ins Büro zu gehen?

Du bist nicht alleine. Jetzt, da die Wirtschaft wieder anspringt, beginnen viele Unternehmen, darüber nachzudenken, wie sie ihre Mitarbeiter ermutigen können, die Jogginghose gegen eine Hose zu tauschen und sich auf den Weg zurück ins Büro zu machen für das reale, dreidimensionale, persönliche Geschäftsleben. Und während für viele Mitarbeiter diese wiedergewonnene Auszeit von Kindern, engen Wohnräumen und einer endlosen Abfolge von Zoom-Meetings mit grenzenloser Freude begrüßt wird, kommt sie für viele andere mit einer großen Portion Angst. Jeder Vierte von uns möchte ausschließlich von zu Hause aus arbeiten, wobei viele sagen, dass sie eine Gehaltskürzung in Kauf nehmen würden, um vom Büro fernbleiben zu dürfen.

Neben der anhaltenden Corona-Pandemie und neuen Varianten, die zu berücksichtigen sind, ist es nicht überraschend, dass einige von uns ein wenig unsicher sind, in die große, „böse“ Welt zu gehen. Hinzu kommen bequeme, neue Routine der Arbeit von Zuhause, die introvertierteren Menschen vielleicht sogar entgegenkam. Aber geht es bei all den neu entdeckten Sorgen wirklich nur darum, wieder ins Büro zu gehen, oder könnte es ein Signal sein, dass du Veränderungen in deinem Arbeitsleben vornehmen möchtest? Vielleicht ist es an der Zeit, ein bisschen auf Entdeckungsreise zu gehen und etwas mehr über dich selbst und die eigenen Gefühle zu erfahren.

Wie du deine Gefühle der Angst erkundest

1) Versuche, die Gefühle nicht herunterzuschlucken, zu vermeiden, zu leugnen oder auf andere Weise zu umgehenen.

Da du das liest, besteht eine gute Chance, dass du bereits erkannt hast, dass deine Angst existiert. Gute Arbeit! Wie Dr. Marsha immer sagt: „Du musst es fühlen, um es zu heilen“, also ist das der erste Schritt, deine Gefühle wahrzunehmen und ihnen Raum zu geben.

Die Angst vor Veränderungen ist total normal – erlaube dir, diese Gefühle zu haben. Wir sagen nicht, dass es ok ist, wenn die Gefühle überhandnehmen und dich kontrollieren, aber gib dir etwas Raum für sie, damit sie ein Teil von dir sind, und validiere deren Existenz. Wenn du versuchst, sie herunterzuschlucken, werden sie wieder auftauchen, wenn du es am wenigsten erwartest.

Erlaube dir selbst, alle Ängste an’s Licht kommen zu lassen… versuche, dir etwas Zeit zu nehmen, um sie aufzuschreiben. Setze dich mit deinem Notizbuch hin oder nur mit etwas Schmierpapier und schreibe auf, wie sich diese Gefühle in deinem Körper anfühlen. Wo sind sie? Nimm sie genau unter die Lupe. Sind sie warm oder kalt? Haben sie einen Umriss? Wo tut es weh, wenn du daran denkst, ins Büro zurückzukehren? Schreibe auch alle Gedanken auf, die mit den Empfindungen am Körper einhergehen –wo gehen deine Gedanken hin? Schreibe diese Gedanken auf.

Wir verwenden diesen Prozess, um einfach unsere Gefühle zu beobachten. Es ist komplett normal, diese belastenden Gedanken zu haben, und es ist auch total in Ordnung und zu erwarten, dass unsere Körper sich angespannt und seltsam anfühlt. Was tun diese Gedanken? Fühlst du dich unwohl oder angespannt oder besorgt? Gedanken kommen und gehen, und wir haben die Fähigkeit, uns auf das zu konzentrieren, was wir möchten.

Diese Gefühle hervorzuholen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, wird sich nicht unbedingt angenehm anfühlen… das ist ok. Atme tief und bewusste durch, um deinen Körper zu regulieren. Einatmen für vier Atemzüge, Halten für vier, Ausatmen für vier. Sobald du ausgeglichener bist und dich ruhiger fühlst, werden wir damit anfangen, ein paar Listen zu erstellen.

2) Erstelle ein paar Listen

Die Shit-Liste

Mache als erstes eine Liste mit allen Dingen, auf die du dich bei der Rückkehr ins Büro nicht freust. Wovor hast du Angst? Was hast du Angst zu verlieren? Was frustriert dich? Was macht dich wütend? Deine Pendelstrecke? Einer Krankheit ausgesetzt zu sein? Die Kosten? Soziale Ängste? Mehr Kinderbetreuung zu organisieren? Dies alles ans Tageslicht zu bringen, ist ein kathartischer Prozess und hilft dir, die Situation klarer zu sehen.

Die Hit-Liste

Schreibe jetzt alle positiven Punkte auf, wenn du wieder ins Büro gehst. Auf was freust du dich? All deine Lieblingskollegen zu sehen? Einen Podcast auf dem Hinweg zu hören? Die kleinen Gebäckstücke von dem Laden auf der anderen Straßenseite? Wenn du darüber nachdenkst, gibt es eine ganze Menge guter Dinge, wenn man zur Arbeit geht. Schreibe sie auf.

Deine Great-Liste

Falls dein Auftritt dich nervös macht, haben wir eine Mindshine Übung, die perfekt dafür ist, um Selbstbewusstsein aufzubauen. Sie nennt sich die „Liste des Erfolgs“. Wenn uns etwas nervös macht, neigen wir oft dazu, uns auf die möglichen negativen Folgen zu fixieren. Was ist, wenn X, Y, oder Z passiert? Was wir in Zeiten wie diesen vergessen, ist, wie fähig wir sind. Wie Version X,Y, und Z uns schon oft passiert ist und wir gut damit zurechtgekommen sind. Mit der Great-Liste machen wir also eine Liste von all den Zeiten, in denen wir auf Herausforderungen gestoßen sind und sie überstanden haben. Eine Art von Greatest Hits aus unserem Leben von all den Dingen, die zeigen, dass wir es können. Vielleicht kannst du sogar eine in den Notizen deines Handys erstellen und sie im Laufe des Jahres ergänzen. Wenn du dich dann ein wenig nervös fühlst, lese sie einfach einmal schnell durch, um dich daran zu erinnern, wie fähig du bist.

3) Affirmationen

Sie funktionieren wirklich! Es mag vielleicht ein bisschen wie Magie oder Wunschdenken erscheinen, aber Affirmationen haben in zahlreichen Experimenten gezeigt, dass sie funktionieren, um zu verändern, wie du dich selbst siehst. Denke an einen Satz, der dich in deiner Situation anspricht. Formuliere ihn in der ersten Person und im Präsens. Und halte es positiv (kein „habe ich nicht“ oder „kann ich nicht“). Etwas wie: „Ich bin ein wertvolles Teammitglied und meine Anwesenheit bei der Arbeit ist ein großes Plus für das Unternehmen”, oder: „Meine Meinung zählt, meine Arbeit ist wichtig”, oder: „Ich habe die Fähigkeiten und Erfahrungen, um meinen Job gut zu machen. Ich verdiene es, hier zu sein”, was auch immer du hören musst. Und dann wiederhole es für dich wieder und wieder für wenigstens eine Minute. Das im Kopf zu tun, ist in Ordnung, aber es auszusprechen ist noch besser (achte darauf, dass niemand dich hören kann). Es fühlt sich vielleicht komisch an, aber dein Gehirn wird anfangen, es zu glauben.

4) Kannst du einen guten Mittelweg finden?

Wenn du dich immer noch davor fürchtest zurückzugehen, dann frage dich, wie du einige der Vorteile der Arbeit von Zuhause beibehalten kannst? Bist du in der Lage, mit deinen Teamkollegen oder Führungskräften Gespräche darüber zu führen, was zu Hause besser funktioniert und was im Büro besser ist? Deine Arbeit sollte es dir zumindest ermöglichen, dieses Gespräch zu führen, also bereite dich darauf vor, indem du dir vorstellst, wie es aussehen würde, wenn deine Bedürfnisse am Arbeitsplatz erfüllt würden. Frage dich selbst, warum es für dich wichtig ist, und dann gehe da rein und bringe es zur Sprache. Wer nicht fragt, der nicht gewinnt.

Wohlbefinden am Arbeitsplatz

Über die letzten Jahren hat sich in der Gesellschaft in vielen Bereichen ein großes Gefühl der Ungerechtigkeit breitgemacht. Die Welt wurde gezwungen, innezuhalten und auf die Stimmen vieler zuvor ignorierter Teile der Gesellschaft zu hören. Hoffnungsvolle Erträge des Wandels beginnen sich zu zeigen, angespornt durch die Black-Lives-Matter-Bewegung, Rechte für Trans-Personen und eine wachsende Entstigmatisierung der psychischen Gesundheit. Wir leben nicht in einer Utopie, weit entfernt davon, aber es weht eine Brise, die Hoffnung auf Veränderung zu bieten scheint, und Arbeitgeber auf der ganzen Welt ignorieren sie auf ihre Gefahr hin. Die meisten Millennials und Generation-Z-Angestellten erwarten jetzt, dass sich ihr Arbeitsplatz um ihr Wohlbefinden kümmert. Wir alle können nicht einfach zurück an die Arbeit springen ohne die Gespräche und Bemühungen, wie wir uns gegenseitig unterstützen. Es gibt kein „zurück zur Normalität”. Nach der Pandemie müssen die Arbeitsplätze einen Raum für Wohlbefinden und psychische Gesundheit schaffen. Sie können es sich einfach nicht leisten, es nicht zu tun, und wir alle müssen ein Teil dieses Prozesses sein.

Weitere Übungen zum Thema Angst, Burnout oder Verändere deine negativen Glaubenssätze für mehr Glück und Erfüllung, findest du in der Mindshine App (iOS or Android). Mit deinem persönlichen Happiness Coach, kann jeder Tag ein kleines bisschen besser werden. Geh raus in die Welt und sei liebevoller zu dir und zu anderen. Versprochen, es wird auch dich so richtig erfüllen.